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F.A.Z. exklusiv : Deutsche rechnen mit mehr Anschlägen

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Die neue Anti-Terroreinheit der Bundespolizei BFE+ Bild: Picture-Alliance

Fast zwei Drittel der Deutschen fürchten, Opfer eines Verbrechens zu werden und fordern mehr Sicherheitsmaßnahmen. Ihr alltägliches Verhalten wollen die meisten trotzdem nicht ändern.

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          Die Deutschen fühlen sich zunehmend vom Terror bedroht, wollen aber am Lebensstil einer freien Gesellschaft festhalten. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Untersuchung des Instituts für Demoskopie für die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Demnach ist das Bedrohtheitsgefühl der Bevölkerung kontinuierlich angestiegen. 2011 fürchteten 29 Prozent, sie könnten Opfer eines Verbrechens werden; heute sind es 64 Prozent.

          Die Politik habe erst relativ spät registriert, dass innere Sicherheit für die Bürger immer mehr zum Thema geworden sei. 77 Prozent schätzen das Gefahrenpotential, das in Deutschland von radikalen islamischen Gruppen ausgeht, als hoch ein; Ende des vergangene Jahrzehnts waren es erst 55 Prozent. 47 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass die Terrorrisiken geringer wären, hätte Deutschland nicht so eine große Zahl Flüchtlinge aufgenommen; zwei Drittel sind überzeugt, dass das Internet die Gefahren erhöht.

          Nur 36 Prozent sehen den kommenden zwölf Monaten hoffnungsvoll entgegen; das ist einer der geringsten Werte in der Nachkriegsgeschichte. Noch in der ersten Jahreshälfte 2015 war die Mehrheit optimistisch.  Nur 29 Prozent bewerten die bisherigen Maßnahmen zur Verringerung der Risiken als ausreichend, 46 Prozent fordern eine Verstärkung der Anstrengungen.

          Stark gestiegen ist der Anteil derer, die zu den wichtigsten Zielen der deutschen Außenpolitik zählen, sich an internationalen Maßnahmen zur Verbrechens- und Terrorismusbekämpfung zu beteiligen. Die große Mehrheit, zwei Drittel aller Bürger, will ihr Verhalten nicht ändern. Insbesondere die junge Generation ist entschlossen, ihren Lebensstil und ihre Freiheitsspielräume zu verteidigen.

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