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F.A.S.-Recherche zu Sachbuch : Schilderungen aus Kosovokrieg frei erfunden

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Zentrale Episoden des Sachbuches „Mit der Hölle hätte ich leben können“ sind falsch. Nach den Recherchen der Frankfurter Allgemeinen Sonntagzeitung war es vor allem der Heyne Verlag, der die Autorin - eine ehemalige Bundeswehrsoldatin - dazu brachte, ihre Schilderungen umzuschreiben.

          Ein im Münchner Heyne Verlag als Sachbuch verlegtes Werk einer ehemaligen Bundeswehrsoldatin über einen blutigen Einsatz im Kosovo ist zu großen Teilen erfunden. Das haben Recherchen der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (F.A.S.) ergeben, die durch Aussagen aus dem Kosovo sowie von Bundeswehrsoldaten gestützt werden. Einige zentrale Episoden des Buches „Mit der Hölle hätte ich leben können“, das in Deutschland viel Aufmerksamkeit von den Medien erfahren und seiner Autorin Auftritte in Talkshows und anderen Fernsehsendungen verschafft hat, sind nachweislich falsch, andere höchst unwahrscheinlich.

          Unter anderem behauptet die Verfasserin Daniela Matijevic in Interviews, die Bundeswehr habe ihre Soldaten mit „water boarding“, also der Simulation eines Todes durch Ertrinken, gefoltert. In ihrem Buch schreibt sie zudem, die Versorgungslage im Kosovo sei so schlecht gewesen, dass Soldaten aus Hunger Hundefleisch aßen.

          Nach den Recherchen der F.A.S. war es vor allem der Heyne Verlag, der die nach eigenem Bekunden unter posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) leidende Autorin dazu brachte, ihr ursprünglich als Roman angelegtes Manuskript zu einem Sachbuch „umzuarbeiten“, das dann als Sammlung reißerischer Szenen veröffentlicht wurde. Der Psychiater am Hamburger Bundeswehrkrankenhaus, der das Nachwort zu ihrem Buch verfasste und mit der Autorin öffentlich auftrat, wollte sich nicht zu dem Fall äußern.

          Mehr dazu in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (19. Februar 2011).

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