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F.A.S.- Exlusiv : Drohnen gefährden immer stärker den Flugverkehr

  • Aktualisiert am

Eine private Drohne – und ein Flugzeug im Anflug auf den Flughafen Düsseldorf. Hier zumindest in ordentlichem Abstand. Bild: dpa

Hobbypiloten kommen mit ihren Drohnen dem Luftverkehr in die Quere – mit gefährlichen Beinahe-Kollisionen. Die Bundesregierung will trotzdem kein Register für Drohnenpiloten einführen.

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          Immer mehr Hobbypiloten in Deutschland lassen Drohnen aufsteigen und behindern damit in schwerwiegender Weise den Flugverkehr. In einigen Fällen konnten Passagierflugzeuge ihnen erst im allerletzten Moment ausweichen. Laut einer Statistik, die der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (F.A.S.) vorliegt, verzeichnete die Deutsche Flugsicherung im laufenden Jahr schon mehr als vierzig Zwischenfälle. Im gesamten vergangenen Jahr waren es nur vierzehn. In die Statistik sind Beeinträchtigungen von Rettungshubschraubern nicht eingerechnet.

          Dennoch gibt es für den Gebrauch von Drohnen kaum gesetzliche Regeln. Wer eine Drohne kaufen will, braucht dafür keinen Führerschein. Für Hobby-Drohnen mit weniger als fünf Kilo Gewicht und Elektromotor ist nicht einmal eine Aufstiegserlaubnis nötig. Wer eine Drohne fernab von Flughäfen steigen lässt, muss keine konkrete Höhenbeschränkung beachten; die Drohne muss lediglich in Sichtweite bleiben.

          Der Flugsicherung gehen die Pläne nicht weit genug

          Das zuständige Bundesverkehrsministerium plant nach Recherchen der F.A.S. zwar eine Kennzeichnungspflicht für Drohnen ab 500 Gramm, außerdem sollen private Drohnenflüge in mehr als hundert Meter Höhe verboten werden. Derzeit stimmen sich die Ressorts über den Gesetzesentwurf ab. Der deutschen Flugsicherung gehen die Pläne aber nicht weit genug. Sie fordert eine Registrierungspflicht für Drohnenbesitzer, wie es sie neuerdings in den Vereinigten Staaten gibt. Dort müssen Drohnenpiloten ihren Namen in einer Datenbank hinterlegen.

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