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F.A.S. exklusiv : AfD-Anhänger in Spendenfrage getäuscht

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„Im Gegensatz zu anderen Parteien haben wir keine Großspender“ schrieb Alice Weidel im September 2017 auf Facebook. Bild: EPA

Auf ihrer Facebook-Seite rief Alice Weidel ihre Unterstützer zu einer Spende auf – dabei wusste sie zu dem Zeitpunkt schon von der Großspende aus der Schweiz.

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          Die AfD-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel hat offenbar AfD-Anhänger über Großspenden an die Partei getäuscht. Weidel rief am 21. September 2017 auf ihrer Facebook-Seite dazu auf, Geld an die AfD zu spenden: „Im Gegensatz zu anderen Parteien haben wir keine Großspender.“ Doch da wusste Weidel offenbar schon von der Großspende aus der Schweiz, wegen der in dieser Woche die Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufnahm.

          Weidels Sprecher sagt, Weidel habe am Rande einer Wahlkampfveranstaltung im September 2017 von der Schatzmeisterin ihres Kreisverbandes von der Spende erfahren, die sich auf insgesamt 130.000 Euro beläuft. Weidels letzter Wahlkampfauftritt war laut offiziellem AfD-Kalender am 20. September. Am 17. September war Weidel am Bodensee gewesen, um dort auf einer Bootsfahrt Wahlkampf zu machen. Dieser Tag „dürfte es gewesen sein“, an dem Weidel von der Spende erfuhr, teilte ihr Sprecher dieser Zeitung auf Nachfrage mit. Demnach erfuhr sie es vier Tage, bevor sie auf ihrer Facebook-Seite verbreitete, die AfD habe keine Großspender.

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