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Geld für Universitäten : Wie es zur Entscheidung kam

Die TU Dresden ist die einzige ostdeutsche Universität, die in den nächsten sieben Jahren in der Exzellenzinitiative gefördert wird. Bild: dpa

Die Empfehlung der wissenschaftlichen Kommission, welche Universitäten gefördert werden sollen, waren eindeutig. Auch wegen einer Warnung der Bundesbildungsministerin gab es keinen Widerspruch aus den Ländern.

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          Selten hat die Politik bei bisherigen Exzellenzinitiativen so wenig Entscheidungsspielraum gehabt wie bei dieser Exzellenzstrategie. Denn die Wissenschaftler haben am Freitag eine klare Förderempfehlung für elf Exzellenzuniversitäten vorgelegt, die grün gestellt waren, alle weiteren acht Bewerber waren rot markiert. Hätte es eine Liste mit gelben Kandidaten gegeben, wäre sicher der eine oder andere Landesminister noch in die Bresche gesprungen und hätte für seinen Standort oder seine Universitäten geworben.

          Heike Schmoll

          Politische Korrespondentin in Berlin, zuständig für die „Bildungswelten“.

          Da Bund und Länder jedoch schon vorher die Wissenschaftlichkeit des Verfahrens beschworen hatten und die Bundesbildungsministerin ihre Länderkollegen gewarnt hatte, von der Gutachterkommission getroffene Entscheidungen in ihr Gegenteil zu verkehren, wagte das kein Minister mehr.

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