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Extinction Rebellion : Sie wollen mehr. Viel mehr

Räumung: Klimarebellen im Gespräch mit der Bereitschaftspolizei Bild: Maximilian von Lachner

Den Umweltaktivisten von Extinction Rebellion geht es nicht nur um die Rettung des Weltklimas. Sie wollen eine radikal andere Gesellschaft.

          6 Min.

          Sie wollen mehr. Viel mehr. Die Klimaproteste sollen nur ein Anfang sein. „Bei Extinction Rebellion geht es nicht um das Klima“, schrieb Stuart Basden im Januar. Der Brite hat die Bewegung vor anderthalb Jahren mit 15 Gleichgesinnten gegründet. Gerichtet war sein Appell an Mitstreiter in Amerika, die auf einem Transparent das Wort „Climate“ vor den Schriftzug „Extinction Rebellion“ geschrieben hatten. Und es war „ein Aufruf an die Extinction-Rebellion-Gemeinde, niemals zu sagen, wir seien eine Klimabewegung“. Warum? „Weil wir es nicht sind. Wir sind eine Rebellion.“ In Basdens Fall heißt das: eine Rebellion gegen die westliche Zivilisation.

          Justus Bender

          Redakteur in der Politik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Seine Gedanken sind düster, apokalyptisch. Er ist sicher, dass die Klimakatastrophe nicht abgewendet wird. „Tatsächlich werden wir das Klima nicht reparieren“, schrieb er. Das Ende sei nah. „Wir sehen einem imminenten gesellschaftlichen Kollaps entgegen.“ Vom Weltuntergang abgesehen, war der Klimawandel für Basden nie das Hauptproblem. Er war nur das „Symptom“ einer Krankheit, an der die Menschheit seit Jahrhunderten leidet. Basden nennt es: das „toxische System“.

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