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„Extinction Rebellion“ : Berliner Polizei beginnt mit Räumung von Blockade

  • Aktualisiert am

Polizisten tragen am Dienstagmorgen einen „Extinction Rebellion“-Protestler vom Potsdamer Platz weg. Bild: Reuters

Am Potsdamer Platz werden die Protestler der „Extinction Rebellion“ aufgefordert, die Fahrbahn zu verlassen. Nur vereinzelt muss die Polizei eingreifen, heißt es von den Behörden.

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          In Berlin hat die Polizei am Dienstagmorgen mit der Räumung einer Straßenblockade von Klimaaktivisten des Bündnisses „Extinction Rebellion“ am zentralen Potsdamer Platz begonnen. Die Teilnehmer würden von den Einsatzkräften aufgefordert, die Fahrbahn zu verlassen, berichteten die Beamten über den Kurzbotschaftendienst Twitter. „Vereinzelt“ würden Demonstranten dabei auch weggetragen.

          Auch „Extinction Rebellion“ bestätigte den Beginn der Räumung der seit Montag andauernden Blockade der Kreuzung im Zentrum der Hauptstadt. Feuerwehrleute seien eingetroffen, um die speziellen Mechanismen zu lösen, mit denen sich die Aktivisten angekettet hätten, berichteten die Aktivisten über Twitter. Auch an der Siegessäule harrten demnach über Nacht noch Demonstranten aus, um für schärferen Klimaschutz zu protestieren.

          Wie die Polizei mitteilte, hatten sich die Einsatzkräfte während der Nacht vom Potsdamer Platz zurückgezogen und die Demonstranten gewähren lassen. Seit dem frühen Dienstagmorgen werde der Einsatz fortgesetzt. Beamte forderten die Aktivisten demnach auf, die Straßen zu verlassen. „Die meisten kommen dem nach“, hieß es.

          „Extinction Rebellion“ will mit Aktionen sogenannten zivilen Ungehorsams den Druck auf die Regierungen erhöhen, mehr gegen den Klimawandel zu tun. Auch in mehreren anderen Ländern gingen die Klimaaktivisten am Montag auf die Straße. Blocken gab es dabei unter anderem auch Im australischen Sydney und Wellington in Neuseeland. In London gab es mehr als 130 Festnahmen. In den kommenden beiden Wochen plant das Aktionsbündnis Proteste in rund 60 Städten rund um den Globus.

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