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Wie bei den Grünen : Früherer Parteichef Vogel plädiert für SPD-Doppelspitze

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Rät seiner Partei zu einer Doppelspitze: Hans-Jochen Vogel (Archivbild von 2016) Bild: dpa

Die SPD müsse die „alten Konflikte beenden“, fordert der frühere Parteivorsitzende Hans-Jochen Vogel. Dafür müssten wie bei den Grünen eine Frau und ein Mann gemeinsam die SPD führen.

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          Der ehemalige SPD-Vorsitzende Hans-Jochen Vogel hat sich für eine Doppelspitze zur Führung der Partei ausgesprochen. „Für die neue Führung der Partei empfehle ich eine Doppelspitze – einen Mann und eine Frau“, sagte Vogel der „Rheinischen Post“. Sie müssten die alten Konflikte beenden.

          Die Öffentlichkeit habe zuletzt von der SPD mehr wahrgenommen, dass sie untereinander streite, als dass sie mit den politischen Mitbewerbern die Auseinandersetzung führe. „Nun geht es darum, dass wie bei den Grünen ein Mann und eine Frau den Vorsitz bekommen. Die müssen natürlich miteinander harmonieren, kooperieren und in gleicher Weise präsent sein“, so Vogel.

          Nach dem Rücktritt der SPD-Partei- und Fraktionsvorsitzenden Andrea Nahles arbeitet die einflussreiche nordrhein-westfälische SPD unterdessen an Vorschlägen für einen Neuanfang. Der Landesvorstand kommt am Freitag (17 Uhr) in Düsseldorf zu einer Sondersitzung zusammen. Unter der Führung von NRW-Parteichef Sebastian Hartmann will die Spitze des mitgliederstärksten SPD-Landesverbandes Vorschläge für den Bundesvorstand in Berlin ausarbeiten. Auch die Zukunft der Großen Koalition dürfte Thema sein.

          Um konkrete Personalvorschläge gehe es aber noch nicht, sagte Generalsekretärin Nadja Lüders der Deutschen Presse-Agentur. Zunächst müsse sich die Partei mit der Profilfindung beschäftigen. Auch der Landesvorsitzende Hartmann hatte vor übereilten Entscheidungen gewarnt. Zu klären sei nun vor allem, wie sich die SPD inhaltlich in der Koalition aufstelle und wie sie ihr Profil schärfen könne.

          Wie Vogel favorisiert auch Lüders eine Doppelspitze aus einer Frau und einem Mann. „Arbeitsteilig zu arbeiten, macht wirklich Sinn“, sagte sie. Dafür müsste allerdings die Satzung der Bundespartei geändert werden. Eine Urwahl der neuen SPD-Führung durch die Mitglieder sei laut Parteigesetz nicht möglich, allenfalls eine Mitgliederbefragung, für die aber auch die Satzung geändert werden müsse.

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