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Ehemalige Drogenbeauftragte : „Immer mehr haben mit dem Kiffen ein Gesundheitsproblem“

Wie gefährlich ist Kiffen? Die ehemalige Drogenbeauftragte der Bundesregierung hat dazu eine klare Meinung. Bild: dpa

Marlene Mortler war seit 2014 Drogenbeauftragte der deutschen Bundesregierung – und geriet seither immer wieder in die Kritik. Zuletzt warf Rezo ihr gar Dummheit vor. Ein Gespräch über ihren Rücktritt, ihre Erfolge – und den Umgang mit Kiffern.

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          Frau Mortler, nach fünf Jahren geben Sie Ihr Amt als Drogenbeauftragte ab. Sie waren heftigen Anfeindungen ausgesetzt. In den sozialen Medien wurden Sie beleidigt und bedroht.

          Philip Eppelsheim

          Verantwortlicher Redakteur für die Frankfurter Allgemeine Woche.

          Natürlich ist es unangenehm, wenn Sie lesen, wie im Internet gegen Sie gehetzt wird und Menschen damit drohen, Sie umzubringen. Gerade am Anfang hat mich das unruhig gemacht und manchmal auch geärgert. Aber: Wer aus dem Amt der Drogenbeauftragten etwas machen möchte, der muss dieses Störfeuer ausblenden, der muss bereit sein, die Auswüchse im Netz auszuhalten. Es gehört schließlich zum Job, bittere Wahrheiten auszusprechen, über Alkohol, über Tabak und auch über Cannabis. Das Amt ist kein Beliebtheitswettbewerb. Im Mittelpunkt muss die Gesundheit der Menschen stehen, nicht irgendein Wirtschaftsinteresse und eben auch kein Lifestyle.

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