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Früherer Außenminister : Joschka Fischer sieht AfD in der Tradition der NSDAP

  • Aktualisiert am

„Die Tradition ist eindeutig“: Joschka Fischer über die AfD Bild: dpa

Der frühere Außenminister Joschka Fischer sieht eine direkte Linie von der NSDAP zur AfD. Viele in der aktiven Führungsriege der Partei „reden wie Nazis und denken wie Nazis“, sagte Fischer in einem Interview.

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          Der frühere Außenminister Joschka Fischer sieht die AfD als Partei in der Tradition des Nationalsozialismus. „Da sind viele in der aktiven Mitgliedschaft und Führung der AfD, die reden wie Nazis und die denken wie Nazis“, sagte Fischer der Zeitschrift „Spiegel“. „Die Tradition ist eindeutig.“

          Wenn er den AfD-Fraktionsvorsitzenden Alexander Gauland oder den thüringischen Landeschef Björn Höcke höre, „dann habe ich immer das Bild des zerstörten Köln vor Augen, aus dem der Dom herausragt“, sagte Fischer der Zeitschrift. „Wir wissen doch, wie dieser Film endet.“

          Fischer forderte, die Auseinandersetzung mit den Rechten an jedem einzelnen Punkt hart und unnachgiebig führen. Mit Blick auf die Sondierungsgespräche nach der Bundestagswahl plädierte er für die Bildung einer Jamaikakoalition aus Union, FDP und Grünen. Die sei heute eine Notwendigkeit, sagte er. Neuwahlen könne niemand ernsthaft wollen.

          Die Grünen würden viele Wähler verlieren, wenn sie sich kategorisch einer Jamaikakoalition verweigerten, sagte Fischer weiter: „Es gilt der alte Bob-Dylan-Song: ‚The times they are a-changin‘, die Zeiten ändern sich.“

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