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Evangelischer Kirchentag : Basteln am Haus des Herrn

Nachtsegen auf dem Hansaplatz: Besucher des Evangelischen Kirchentags in Dortmund Bild: Bäuml, Lucas

Der Evangelische Kirchentag in Dortmund hat so wenig Dauerteilnehmer angezogen wie seit langem nicht mehr. Liegt es an den Themen, am Programm, an der Stadt? Ein Rundgang über das Kirchentagsgelände.

          8 Min.

          Da steht er nun, kurz hinter dem Dortmunder Rathaus, und breitet seine Arme aus, als wolle er gleich die ganze Stadt segnen. Dabei versucht Friedrich Stiller eigentlich nur seine Gruppe zusammenzuhalten. Den Blick geradeaus gerichtet, schart der Pfarrer mit dem grauen Ziegenbart und dem blauen Leinenhemd die etwa hundert Teilnehmer im Halbkreis um sich herum. Sie folgen ihm bereitwillig, und dass, obwohl Stiller mit einer viel kleineren Gruppe bei seiner Stadtführung gerechnet hat. Denn zur gleichen Zeit spricht Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in der Westfalenhalle zu den Besuchern.

          Reinhard Bingener

          Politischer Korrespondent für Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Bremen mit Sitz in Hannover.

          Anna-Lena Niemann

          Es ist der zweite Tag des 37. Evangelischen Kirchentags. Dortmund war schon einmal Gastgeber, aber das war 1963. In Erinnerung ist etlichen Besuchern eher der Kirchentag von 1991 geblieben, als die Veranstaltung nicht nur in Dortmund, sondern verteilt auf mehrere Städte im Ruhrgebiet stattgefunden hat. Teilnehmer von damals berichten, dass die typische Kirchentagsstimmung dadurch nicht aufkam. Stattdessen versackte die Veranstaltung in den Weiten des Ruhrgebiets. Das ist beim diesjährigen Kirchentag anders.

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