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EU-Ratspräsident Michel warnt : Widerstand gegen schärferes EU-Klimaziel

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Ein Schild mit der Aufschrift „«Einbahnstraße“ vor einer Industrieanlage in Baruth/Mark in Brandenburg (Archivbild) Bild: dpa

Einigen sich die EU-Staaten kommende Woche auf eine weitere Verringerung der Treibhausgase bis 2050? Charles Michel sagt, es sei noch mehr Arbeit nötig.

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          In der Europäischen Union gibt es Widerstand gegen eine drastische Verschärfung des Klimaziels für 2030. Noch unterstützten nicht alle 27 Staaten den Vorschlag der EU-Kommission, den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2030 um mindestens 55 Prozent unter den Wert von 1990 zu senken, sagte EU-Ratspräsident Charles Michel am Freitag.

          Die Entscheidung über das neue Klimaziel soll bei einem EU-Gipfel Ende nächster Woche fallen. Deutschland unterstützt den Vorschlag der Kommission. Die Verschärfung soll helfen, das Pariser Klimaabkommen einzuhalten und die gefährliche Überhitzung der Erde zu stoppen.

          Michel sagte, er werde sich weiter um eine Einigung der EU-Staaten bemühen. „Ich empfinde ein zunehmendes, positives Einlenken auf eine gemeinsame Linie“, sagte er. Aber es sei noch mehr Arbeit nötig.

          Bisher hat die EU international zugesagt, die Treibhausgase bis 2030 um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 zu senken. Polen und andere osteuropäische Staaten, die stark auf Kohle angewiesen sind, sehen die vorgesehene Verschärfung skeptisch und fordern finanzielle Hilfe. Das neue Ziel würde unter anderem bedeuten, schneller aus der Kohle auszusteigen und den Verkehr auf Fahrzeuge ohne Emissionen umzustellen.

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