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Ausschreitungen in Hamburg : Erste Prozesse gegen G-20-Demonstranten

  • Aktualisiert am

Demonstranten und Polizisten beim G-20-Gipfel Anfang Juli in Hamburg Bild: AP

Knapp zwei Monate nach den Ausschreitungen beim G-20-Gipfel beginnt die juristische Aufarbeitung der Gewalt. Vor Gericht stehen von Montag an ein Niederländer und ein Pole.

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          Nach den Krawallen am Rande des G-20-Gipfels in Hamburg kommen nun erstmals zwei der festgenommenen Demonstranten vor Gericht. Das Amtsgericht Hamburg wird am Montag gegen einen 21 Jahre alten Niederländer und am Dienstag gegen einen 24 Jahre alten Angeklagten aus Polen verhandeln, teilte ein Gerichtssprecher am Donnerstag mit.

          Dem Niederländer werde vorgeworfen, am 6. Juli nach Beendigung der Demonstration „Welcome to Hell“ zwei Flaschen auf Polizisten geworfen zu haben. Außerdem soll er sich gegen seine Festnahme gewehrt haben. Der Mann aus Polen wird beschuldigt, am 8. Juli auf dem Weg zur Demonstration „G20 not welcome: Grenzenlose Solidarität statt G20“ gegen das Bewaffnungsverbot verstoßen zu haben.

          Er soll in seinem Rucksack sechs Feuerwerkskörper, ein nicht zugelassenes Reizstoffsprühgerät, eine Taucherbrille und zwei als Zwillengeschosse geeignete Glasmurmeln dabei gehabt haben. Der Pole sitzt seit dem 9. Juli in Untersuchungshaft, der Niederländer bereits seit dem 7. Juli.

          Der Gipfel der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer am 7. und 8. Juli war von schweren Ausschreitungen mit Hunderten Verletzten überschattet worden. 51 Haftbefehle wurden erlassen. Derzeit befänden sich noch 32 Beschuldigte in Untersuchungshaft, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

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