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Eröffnung der türkischen Botschaft : Erdogan: Lernt Deutsch

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Erdogan und Westerwelle während der Eröffnungsfeier der türkischen Botschaft in Berlin am Dienstagabend
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          Der türkische Ministerpräsident Erdogan hat seine Landsleute in Deutschland zu einem aktiven Beitrag zur Integration aufgerufen. „Wir wollen, dass die Türken in Deutschland fließend Deutsch sprechen“, sagte er am Dienstag bei der Eröffnung der neuen türkischen Botschaft in Berlin. „In diesem Sinne müssen sie Doppelsprachler sein und sich mehr und mehr am Leben beteiligen.“ Die in Deutschland lebenden Türken sollten nicht nur türkische Autoren kennen, „sondern auch Hegel, Kant und Goethe verstehen“.

          Außenminister Westerwelle (FDP) sprach sich bei der Eröffnung für eine weitere Annäherung zwischen der Türkei und der Europäischen Union aus. Der Stillstand in den Beitrittsverhandlungen seit zwei Jahren sei für beide Seiten nicht gut, sagte er. Im kommenden Jahr solle hier ein „neuer Anfang“ gemacht werden. An diesem Mittwoch kommt Erdogan in Berlin zu Gesprächen mit Bundeskanzlerin Merkel (CDU) zusammen.

          Unterdessen ist Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) zu einem Besuch in die Türkei gereist. Vor ihren politischen Gesprächen in der türkischen Hauptstadt Ankara äußerte sich die Ministerin kritisch zur Lage der Meinungs- und Pressefreiheit in der Türkei. Hier gebe es Rückschritte, zu viele Journalisten in der Türkei seien inhaftiert. Auch wenn die Türkei auf ihrem Weg in die EU vorangekommen sei, sei „der Weg nicht einfach“. Deutschland habe aber „ein großes Interesse daran, dass sich ein strategisch so wichtiger Partner wie die Türkei auf Dauer in Richtung Europa orientiert“.

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