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Dannenröder Forst : Ermittlungen gegen Polizisten nach Absturz von A-49-Gegnerin

  • Aktualisiert am

Zwischenfall bei der Räumung: Eine Umweltaktivistin verletzte sich schwer im Dannenröder Forst. Bild: Lucas Bäuml

Nach dem Absturz einer Umweltaktivistin im Zuge der Räumungen im Dannenröder Forst gibt es Ermittlungen. Ein Polizist meldete sich eigeninitiativ. Er hatte womöglich versehentlich ein Sicherungsseil gekappt.

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          Nach dem Absturz einer A-49-Gegnerin im Dannenröder Forst in Mittelhessen ermittelt die Staatsanwaltschaft Gießen wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Körperverletzung im Amt gegen einen Polizeibeamten. Das teilten die Behörde und die Polizei am Montag mit und erklärten zugleich: „Es liegen bislang keinerlei Hinweise auf ein vorsätzliches Handeln des Beamten vor.“

          Die 20-Jährige war am Sonntagmorgen von einem sogenannten Tripod – einem dreibeinigen Gestell – etwa drei bis vier Meter in die Tiefe gestürzt und schwer verletzt worden. Die Frau werde im Krankenhaus behandelt, Lebensgefahr bestehe nicht, hieß es in der Mitteilung. Polizisten hätten den Vorfall aus circa 20 Metern Entfernung beobachtet, unverzüglich Erste Hilfe geleistet und den Rettungsdienst hinzugezogen. Danach sei der Bereich als Tatort abgesperrt worden und Beamte des hessischen Landeskriminalamts und des Polizeipräsidiums Südosthessen hätten die Ermittlungen übernommen.

          Polizist meldet sich „eigeninitiativ“

          Nach den bisherigen Erkenntnissen habe der 40-jährige Beamte, der sich etwa 30 Meter von dem Tripod entfernt aufhielt, ein Seil auf Kopfhöhe entdeckt. „Dieses Seil war weder gekennzeichnet noch hatte es augenscheinlich eine erkennbare Verbindung mit dem besetzten Gebilde“, hieß es in der Mitteilung. „Nach jetzigem Erkenntnisstand bestand jedoch tatsächlich eine Verknüpfung zwischen dem Seil und dem Tripod.“ Aktivisten hatten am Sonntag mitgeteilt, dass alle Sicherheitsseile im Dannenröder Wald entsprechend markiert seien.

          In den vorangegangenen Tagen seien mehrmals Fallen etwa in Form von Drahtseile in Kopfhöhe festgestellt worden seien. „Zur Verhinderung von solchen Risiken für sämtliche im Wald anwesende Personen durchtrennte der Beamte, der sich eigeninitiativ im Laufe des gestrigen Nachmittages bei den Ermittlern gemeldet hatte, daher das Seil.“

          Im Dannenröder Forst bei Homberg/Ohm im Vogelsbergkreis werden Bäume für den Weiterbau der Autobahn 49 gerodet, dagegen protestieren Umwelt- und Klimaschützer, die den Wald seit mehr als einem Jahr besetzt halten. Die Autobahn soll nach der Fertigstellung Kassel und Gießen direkter miteinander verbinden.

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