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Bundeswehr : Ermittlungen wegen sexuellen Übergriffen bei Gebirgsjägern

  • Aktualisiert am

Ein Soldat vom Gebirgsjägerbataillon 23 klettert bei einer Übung in Bad Reichenhall in einer Steilwand. Bild: dpa

In Bad Reichenhall soll ein Soldat von Kameraden und Vorgesetzten belästigt und diskriminiert worden sein. Das Verteidigungsministerium reagiert.

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          Nach Bekanntwerden entwürdigender Rituale in einer Kaserne im baden-Württembergischen Pfullendorf beschäftigen weitere Berichte über Missstände und Mobbing die Bundeswehr. Ein Soldat soll bei den Gebirgsjägern im oberbayerischen Bad Reichenhall von Kameraden und Vorgesetzten sexuell belästigt und diskriminiert worden sein. Darüber unterrichtete das Verteidigungsministerium am Montag den Bundestag in einem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen vierzehn Soldaten in dem Fall. Zuvor hatten „Süddeutsche Zeitung“ und „Bayerischer Rundfunk“ darüber berichtet.

          Der Soldat hatte sich dem Schreiben zufolge bereits im Oktober 2016 an den Wehrbeauftragten gewandt. Die Vorfälle ereigneten sich demnach zwischen November 2015 und September 2016. Das Ministerium bezeichnet die Vorfälle in dem Schreiben als „äußerst bedauerlich und vollkommen inakzeptabel“, sie würden aber im Gegensatz zu Pfullendorf nur eine Teileinheit betreffen, die verantwortlichen Kommandeure hätten umsichtig und konsequent reagiert. Der direkte militärische Vorgesetzte des betroffenen Soldaten sei aus seiner Funktion herausgelöst worden, der Betroffene selbst sei versetzt worden.

          Zuletzt war das Ausbildungszentrum in Pfullendorf wegen demütigender Aufnahmerituale und entwürdigender Behandlungen in die Kritik geraten.

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