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Anschlag mit Brandsatz : Polizei ermittelt wegen versuchten Mordes an AfD-Politiker

  • Aktualisiert am

Die Polizei ermittelt gegen einen Unbekannten, der einen Anschlag auf einen AfD-Politiker verübt haben soll. Bild: dpa

Während ein AfD-Politiker und seine Frau in ihrer Gartenlaube schliefen, versuchte ein Unbekannter nach ersten Erkenntnissen der Polizei, das Holzhaus in Brand zu setzen.

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          Die Polizei ermittelt wegen versuchten Mordes an einem AfD-Politiker aus Sachsen-Anhalt. Nach bisherigen Erkenntnissen hat ein Unbekannter am Sonntagmorgen in Arendsee versucht, eine Gartenlaube aus Holz auf einem Grundstück anzuzünden. Darin schliefen der 37 Jahre alte Politiker und eine 27 Jahre alte Frau. Beide blieben den Angaben zufolge unverletzt.

          Ein politisches Motiv werde für die Tat nicht ausgeschlossen, teilte ein Sprecher der Polizeiinspektion Stendal am Sonntag mit. Beamte des Landeskriminalamtes Sachsen-Anhalt fanden einen Brandbeschleuniger. Nähere Angaben wurden unter Hinweis auf laufende Ermittlungen nicht gemacht.

          Einen Tag zuvor gab es auf dem Grundstück mit der Gartenlaube ein Sommerfest der AfD für den Altmarkkreis Salzwedel. Laut Polizei war die 27 Jahre alte Ehefrau am Sonntagmorgen wach geworden, weil sie ungewöhnliche Geräusche vor der Laube bemerkt hatte. Durch ein Fester habe sie gegen 3.30 Uhr eine unbekannte Person weglaufen sehen. Unter einem Fenster der Laube bemerkte sie sogleich einen Brand. Sie weckte ihren Mann und gemeinsam konnten sie das Feuer selbst löschen, wie der Polizeisprecher sagte.

          Es entstand ein Sachschaden von rund 500 Euro. Die Suche der Polizei nach dem Unbekannten blieb zunächst ohne Erfolg.

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