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Bayerischer SPD-Abgeordneter : Staatsanwalt ermittelt auch wegen Kinderpornos gegen Förster

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Die Staatsanwaltschaft erhebt schwere Anschuldigungen gegen den bayerischen SPD-Landtagsabgeordneten Linus Förster Bild: dpa

Der bayerische SPD-Landtagsabgeordnete Linus Förster ist verhaftet worden. Ihm wird unter anderem schwerer sexueller Missbrauch und der Besitz von Kinderpornografie vorgeworfen. Sein Mandat hatte er bereits niedergelegt und auch seinen Austritt aus der SPD erklärt.

          Der bayerische Landtagsabgeordnete Linus Förster bleibt wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs in Untersuchungshaft. Dies entschied das Amtsgericht Augsburg am Freitag nach einer Vernehmung des 51 Jahre alten Politikers, wie die Augsburger Staatsanwaltschaft mitteilte. Die Vorwürfe lauten Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen, vorsätzliche Körperverletzung, Besitz kinderpornografischer Schriften sowie schwerer sexueller Missbrauch einer widerstandsunfähigen Person.

          Diese Formulierung wählen Juristen bei Missbrauchsfällen, bei denen die Opfer nicht in der Lage sind, sich zu wehren. Das kann auf Behinderte zutreffen oder auf Personen, die mit Hilfe von Ko-Tropfen oder Drogen gefügig gemacht wurden. Nach Informationen der „Augsburger Allgemeinen“ soll es bei dem ehemaligen schwäbischen SPD-Chef um den Verdacht einer Vergewaltigung gehen, die sogar auf einem Video zu sehen sein soll. Förster war am Donnerstagabend von der Polizei verhaftet worden.

          Der Verdacht darauf habe sich unter anderem aus der Untersuchung beschlagnahmter Unterlagen ergeben, sagte Oberstaatsanwalt Matthias Nickolai. Bislang war bekannt, dass gegen Förster wegen Verdachts der Körperverletzung ermittelt wird. Zudem soll er illegal Bilder einer erwachsenen Frau gemacht haben.

          Der bayerische Landtag hatte am Donnerstag Försters Immunität aufgehoben. Wegen der Vorwürfe hatte er bereits Ende November sein Landtagsmandat mit sofortiger Wirkung niedergelegt und auch seinen Austritt aus der SPD erklärt. Von der bayerischen Landtagsfraktion der SPD hieß es dazu, der Rückzug sei richtig und notwendig.

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