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Wegen CSU-Kritik an AfD : Steinbach gibt Bayerischen Verdienstorden zurück

  • Aktualisiert am

Erika Steinbach während einer AfD-Wahlkampfveranstaltung (Archivbild). Bild: dpa

Die frühere CDU-Politikerin Erika Steinbach unterstützt die AfD offen. Wegen der CSU-Kritik an der Partei will sie nun ihren Verdienstorden loswerden – und wirft der CSU vor, im „Nazi-Jargon“ viele Wähler zu stigmatisieren.

          Als Reaktion auf die Angriffe der CSU gegen die AfD im bayerischen Landtagswahlkampf gibt die frühere CDU-Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach den Bayerischen Verdienstorden zurück. Wer bezogen auf die AfD verkünde, „brauner Schmutz hat in Bayern nichts verloren“, der unterbiete sein eigenes Niveau und stigmatisiere im Stile von Nazi-Jargon die Überzeugung sehr vieler Wähler, schrieb die 75 Jahre alte Steinbach in einem Brief an Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU), den sie am Dienstag im Kurznachrichtendienst Twitter veröffentlichte.

          Mit ihrer Kritik spielt Steinbach auf die Wortwahl in einem Strategiepapier der CSU zur bayerischen Landtagswahl an, in welchem die AfD scharf verurteilt wird. Der Grünen-Politikerin Claudia Roth hingegen habe man, trotz ihrer angeblichen Sympathien für den Spruch „Deutschland, du mieses Stück Scheiße“, einen Verdienstorden verliehen – einer der Gründe, weshalb sie ihre Auszeichnung zurückgeben möchte, schreibt die parteilose Steinbach in ihrem Brief an Söder. Sie werde den Orden per Post an die Münchner Staatskanzlei senden, kündigte sie an.

          In dem auf Twitter veröffentlichten Brief wendet sich Steinbach direkt an Söder und die CSU: „Leider besitzt Ihre Partei nicht die Hellsicht, zu erkennen, dass es mit der AfD eine zutiefst bürgerliche Partei nur deshalb gibt, weil CDU und CSU eklatant versagt haben.“

          Steinbach war 2017 aus Protest gegen die Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel aus der CDU ausgetreten und ist seit März Vorsitzende der AfD-nahen Desiderius-Erasmus-Stiftung.

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