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Verschwörungstheorien : Und der Alien sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht!

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„Ein blitzgescheiter Mann!“

Eine Frau zu Däniken: „Ich habe alle Ihre Bücher gelesen.“ Däniken: „Das spricht für Ihre Intelligenz!“

Däniken zu einem Mann: „Gegrüßt seien Sie! Was machen Sie beruflich?“ Mann: „Ich bin Maschinenbauer.“ Däniken: „Ein intelligenter Mann! Ich bin geehrt, dass Sie da sind.“

Däniken zu einer Frau: „Was machen Sie beruflich?“ Frau: „Hm. Na ja...“ Däniken: „Na ja?“ Frau: „Hausfrau und Sonnenstudio...“ Däniken: „Na Gott sei Dank! Eine kluge und patente Frau.“

Däniken zu einem Mann: „Was machen Sie beruflich, Meister?“ Mann: „Umschulungsprogramm...“ Däniken: „Ein blitzgescheiter Mann!“

Däniken zu einem Mann: „Was machen Sie beruflich?“ Mann: „Ich bin in der IT.“ Däniken: „Ein blitzgescheiter Mann! So, hier das Buch. Danke schön, mein Herr.“

Am Computer programmiert: Könnten so Außerirdische aussehen?
Am Computer programmiert: Könnten so Außerirdische aussehen? : Bild: Imago

Es macht Spaß, da zuzuschauen, weil die Gäste so glücklich aussehen, wenn Däniken sie lobt; und zwar lobt er bewundernd, nicht von oben herab. Es hält sich ja jeder für intelligent, bloß fehlt manchem die Bestätigung. Das gilt erst recht, wenn er in einem Beruf arbeitet, in dem Intelligenz oder deren Simulation auf Buchmessenpartys nicht als wichtigste Eigenschaft gilt. Däniken gibt seinen Gästen das Gefühl, klug zu sein, vielleicht sogar ein bisschen klüger als er selbst. Manche Politiker und Journalisten machen es andersrum: Sie beschreiben eine Sache, die sie eigentlich erklären müssten, stattdessen als zu „komplex“. So, als seien die Bürger und Leser gar nicht in der Lage, zu begreifen, worum es geht. Das tut weh. Was Däniken macht, tut gut.

Überall im Foyer liegt das Oktoberprogramm vom Kopp-Verlag aus. Auf dem Titel: Dänikens neues Buch. Im Vorwort schreibt der Verlagsleiter Jochen Kopp, es sei ihm eine große Ehre, Dänikens Bücher zu verlegen. Den Lesern verspricht er „reichlich Erkenntnisgewinn“. Es folgen vier weitere Seiten mit Büchern Erich von Dänikens. Im Vorstellungstext zum neuesten Buch wird bereits Regierungskritik deutlich. Das Buch handelt von der bevorstehenden Rückkehr der Außerirdischen zur Erde. Zitat Däniken: „Wir stecken inmitten eines Vorbereitungsprozesses – und die wenigsten Erdenbürger ahnen es.“ Und zur Erklärung: „Die Presse berichtet nicht darüber, weil sie nicht darüber berichten darf. Durch das öffentliche Auftauchen von Außerirdischen würden sämtliche Eliten ihre Macht verlieren. Das soll verhindert werden, solange es noch möglich ist.“ Später am Abend wird Däniken erklären, wie das zusammenhängt: Nicht die Aliens würden die Eliten loswerden wollen, sondern die Menschen, die dann gewahr würden, dass neue Zeiten angebrochen seien und die Politiker ihnen all die Jahre die Außerirdischen verschwiegen hätten.

Ein außerirdisches Werk

Viele Deutsche kennen den Schweizer Däniken schon, seit sie kleine Kinder waren; früher trat er oft im Fernsehen auf. Und er schrieb auch schon. Eigentlich war er der Erste, der in einer Reihe von erfolgreichen Büchern, die als Sachbücher gelten, die Regierung – und nicht nur die deutsche – des großen Verschweigens bezichtigt hat. Heute ist das in Mode. Däniken sagt, dass sich in den vergangenen Jahrzehnten der „Zeitgeist“ verändert habe. Er meint das positiv: Man traue sich, Dinge zu sagen, die man lange Zeit für sich behalten habe. Eins seiner Bücher heißt „Was ich jahrzehntelang verschwiegen habe“. Der Grund für das Verschweigen sei die Angst gewesen, verhöhnt und angefeindet zu werden. In dem Buch steht, wenn man der Beschreibung des Verlags glauben darf, nichts anderes als in vielen alten Büchern Dänikens, nur untermauert mit neuen Insider-Informationen. Fazit: Es gibt Außerirdische.

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