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Friedrich Merz in Zitaten : Er traut es sich zu

Friedrich Merz Ende November 2019 beim CDU-Parteitag in Leipzig Bild: dpa

Friedrich Merz strebt nach ganz oben. Daran ließ er auch nach seiner Niederlage im Kampf um den CDU-Vorsitz keinen Zweifel. Seither hält er sich mit gezielten Andeutungen und scharfer Kritik an Angela Merkel im Gespräch. 14 Monate Merz in Zitaten.

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          Dass Friedrich Merz Ambitionen hat, auf den CDU-Vorsitz und auf die Kanzlerkandidatur, daraus macht er schon lange keinen Hehl. Der 64 Jahre alte Merz gilt wegen seines wirtschaftsliberalen Profils als Hoffnungsträger vor allem im konservativen Flügel der CDU. Dass er im Dezember 2018 auf dem CDU-Parteitag Annegret Kramp-Karrenbauer im Rennen um den Vorsitz unterlag, enttäuschte seine Unterstützer, verstärkte aber eher noch ihre Zuneigung.

          Oliver Georgi
          Redakteur in der Politik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Seither hat Merz sich immer wieder mit Andeutungen, Ankündigungen und Dementis über seine Zukunftspläne im Gespräch gehalten – und je schwächer die Position von Kramp-Karrenbauer in der Partei wurde, umso deutlicher wagte sich der Sauerländer aus der Deckung. Nach dem angekündigten Rückzug von „AKK“ gilt Merz neben dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet und Gesundheitsminister Jens Spahn als einer von drei Kandidaten für den CDU-Vorsitz und die Kanzlerkandidatur. Merz sei entschlossen zu kandidieren; er wisse die Basis hinter sich und die Umfragen zeigten dies auch, zitierte die „Bild“-Zeitung am Mittwoch aus seinem Umfeld.

          Immer wieder kritisierte Merz in den vergangenen Monaten die Politik Angela Merkels – teils in scharfen Worten. Kritiker werfen ihm dabei aber auch persönliche Motive vor, weil Merkel ihn seinerzeit vom CDU-Fraktionsvorsitz verdrängt hatte. Auch habe Merz der CDU mit seiner teils vehementen Kritik geschadet. Es sei immer schädlich, „wenn von der Seitenlinie dauernd Kritik kommt über die Medien, über die Öffentlichkeit“, klagte CDU-Kanzleramtsminister Helge Braun Ende November. Merz hatte der Bundesregierung nach der Landtagswahl in Thüringen attestiert, ihr „gesamtes Erscheinungsbild“ sei „grottenschlecht“. „Wie ein Nebelteppich“ lege sich seit Jahren „die Untätigkeit und die mangelnde Führung durch die Bundeskanzlerin“ über das Land. 

          Friedrich Merz und sein Comeback in die CDU – 14 Monate in Zitaten.

          „Ich persönlich bin gerne bereit, in den nächsten Jahren dort, wo es gewünscht wird, diese Partei zu unterstützen und ihr zu helfen.“

          Merz auf dem CDU-Parteitag am 7. Dezember 2018 in Hamburg

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          „Ein solches Amt würde ich mir aufgrund meiner Erfahrung in Wirtschaft und Politik zutrauen.“

          Merz am 18. Dezember 2018 in der F.A.Z. über einen Eintritt ins Kabinett von Angela Merkel

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          „Ich habe mein Angebot noch einmal erneuert, wirklich mit ganzer Kraft in die Politik zu gehen und dafür auch meine bisherige berufliche Tätigkeit aufzugeben. Ich bin bereit, an geeigneter Stelle daran mitzuwirken, dass wirtschaftsliberale und wertkonservative Inhalte stärker in die CDU eingebracht werden, damit die CDU wieder die starke Kraft der politischen Mitte wird.“

          Merz im selben Interview über ein Gespräch mit der neuen CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer

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          Neben Jens Spahn Merz’ schärfster Konkurrent um den CDU-Vorsitz: der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (l.)
          Neben Jens Spahn Merz’ schärfster Konkurrent um den CDU-Vorsitz: der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (l.) : Bild: EPA

          „Ich freue mich, dass Friedrich Merz seine Erfahrung und Kompetenz in Fragen der Wirtschafts- und Finanzpolitik einbringen wird. Tolle Verstärkung unseres Expertenkreises aus Vertretern der Wirtschaft und Wissenschaft.“

          In einem Tweet bestätigt Annegret Kramp-Karrenbauer am 10. Januar 2019 nach einem Gespräch mit Merz, dass dieser Mitglied in einem Expertenkreis der Partei werden und am neuen Grundsatzprogramm mitarbeiten soll.

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          „Ich werde nicht in die Wahlkämpfe gehen. Ich habe kein Mandat, weder im Parlament noch in der Partei, auch nicht in der Regierung.“

          Merz am 19. Januar 2019 am Rande einer Klausurtagung der Niedersachsen-CDU in Walsrode

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          „Gestern guter Austausch mit @akk zu wirtschafts- und finanzpolitischen Themen. Dabei ging es auch um Zukunft Europas. Werden darüber und über andere Zukunftsthemen weiter im engen Austausch bleiben“

          Merz am 27. Februar 2019 auf Twitter

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          „Wenn ich gefragt werde, bin ich bereit, ein Amt in der Regierung zu übernehmen.“

          Merz am 14. März 2019 im Interview mit den Zeitungen der Funke-Mediengruppe

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          „Wir machen hier eine Buchvorstellung in Köln und reden nicht über den Kanzlerkandidaten der Bundesrepublik Deutschland zu einem Zeitpunkt, wo wir keine Wahlen haben. Das ist eine völlig irre Diskussion. Punkt.“

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