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Gerd Müller will nicht mehr : Entwicklungsminister zieht sich aus Bundespolitik zurück

  • Aktualisiert am

Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) Bild: dpa

Seit 2013 ist Gerd Müller Entwicklungsminister. Nun hat der 65 Jahre alte Politiker entschieden: Es reicht.

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          Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat seinen Rückzug aus der Bundespolitik angekündigt. Er werde 2021 nicht mehr für den Bundestag kandidieren. „Nach 32 Jahren Verantwortung im Europäischen Parlament und im Deutschen Bundestag möchte ich jetzt einen Generationenwechsel einleiten“, sagte er am Sonntag.

          Bis auf Weiteres wolle er aber im Amt bleiben. Der 65 Jahre alte Politiker sitzt seit 1994 für den Wahlkreis Oberallgäu im Bundestag, seit 2013 ist er Minister im Bundeskabinett. Zuletzt hatte er gefordert, Deutschland müsse mehr Migranten aus dem abgebrannten griechischen Flüchtlingslager Moria aufnehmen. Außerdem setzt er sich dafür ein, dass Unternehmen per Gesetz zum Schutz der Menschenrechte bei ihren Lieferanten im Ausland verpflichtet werden sollen. In beiden Bereichen liegt Müller nicht unbedingt auf CSU-Linie. Der CSU-Politiker hatte bei den zurückliegenden Wahlen stets unumstritten das Direktmandat geholt, zuletzt 2017 mit knapp mehr als 50 Prozent der Erststimmen.

          Müller ist neben Andreas Scheuer und Horst Seehofer einer von drei CSU-Ministern im Bundeskabinett von Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Seit der CSU-Vorsitzende Markus Söder im Januar eine Kabinettsumbildung gefordert hatte, war auch über die politische Zukunft Müllers spekuliert worden. Zuletzt galt er aber wieder als ungefährdet, zumal eine mögliche Kabinettsumbildung ohnehin wegen der Corona-Krise fraglich und mindestens in weite Ferne gerückt ist.

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