https://www.faz.net/-gpf-9msoj

„Wir versinken im Müll“ : Entwicklungsminister Müller fordert umgehendes Verbot von Plastiktüten

  • Aktualisiert am

Nepalesische Schulkinder erstellen am 5. Dezember 2018 in Katmandu eine Karte des Toten Meeres mit gebrauchten Plastiktüten. Bild: dpa

Ruanda, Kenia und Uganda haben es getan. Nun soll nach dem Willen des CSU-Politikers Deutschland folgen. Abfälle würden zur Frage des globalen Überlebens.

          Im Kampf gegen Plastikmüll hat Entwicklungsminister Gerd Müller ein sofortiges Verbot von Plastiktüten gefordert. „Das Verbot von Plastik-Strohhalmen genügt nicht, Deutschland sollte nicht auf Europa warten und Einweg-Plastiktüten sofort verbieten“, sagte der CSU-Politiker der „Augsburger Allgemeinen“. „Wenn wir so weiter machen, versinken wir im Müll“, betonte Müller. Müll werde zur globalen Überlebensfrage wie der Klimawandel.

          Der Minister verwies auf afrikanische Länder, die bereits Plastiktüten verboten hätten. „Was Ruanda, Kenia und Uganda können, müssen wir auch schaffen“, sagte er. „Es kann nicht unser Ziel sein, den Müll nun einfach in andere Länder wie Malaysia zu schicken.“ Müller hatte sich in der Vergangenheit zudem offen für eine Plastiksteuer gezeigt.

          Die Zahl der verbrauchten Plastiktüten geht stark zurück, seit der Handel dafür – freiwillig – Geld nimmt. Weiterhin kostenlos sind die dünnen Beutel für Obst oder Gemüse.

          Die Bundesregierung will erreichen, dass nur noch sortierter und gut recycelbarer Kunststoffabfall ins Ausland verkauft werden darf. Hintergrund sind Berichte über Plastikvermüllung in Ländern wie Malaysia oder Indonesien, in die auch deutsche Unternehmen Abfall exportieren. Die EU will zudem Einweg-Produkte wie Plastik-Strohhalme verbieten.

          Weitere Themen

          Es hat noch nie bis zum Ende gehalten

          Österreich und die FPÖ : Es hat noch nie bis zum Ende gehalten

          Nach dem Ibiza-Skandal hat die FPÖ Heinz-Christian Strache schnell fallenlassen. An Herbert Kickl hält sie hingegen auf Gedeih und Verderb fest. Das vertieft einen schon lange existierenden Makel.

          Trump droht Iran abermals mit Konsequenzen

          Atomkonflikt : Trump droht Iran abermals mit Konsequenzen

          Im Konflikt mit Iran warnt Donald Trump die Führung in Teheran vor einer „kraftvollen Reaktion“ der Vereinigten Staaten. Trotzdem bleibe er gesprächsbereit – wenn Iran zu Verhandlungen bereit sei.

          Topmeldungen

          Ibiza-Affäre der FPÖ : Sagen, was Strache ist

          Es ist nicht die erste Frage, die sich zu dem Ibiza-Video mit dem FPÖ-Politiker Strache stellt, aber vielleicht die zweite oder dritte: Wie kamen die Aufnahmen zustande? Eine Indizienaufnahme.

          Formel-1-Legende : Niki Lauda ist tot

          Niki Lauda ist gestorben: Der Österreicher wurde 70 Jahre alt. Nicht nur als Rennfahrer in der Formel 1 feierte der dreimalige Weltmeister Erfolge.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.