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Entscheidung der STIKO : Niemand will eine verkappte Impfpflicht

Ein Mädchen im italienischen Rieti wird im Juni gegen Covid geimpft. Bild: EPA

Die Entscheidung der STIKO gegen eine allgemeine Impfempfehlung für Kinder, hat für Unsicherheit gesorgt. Im Kern heißt sie: Wer geringe Risiken in Kauf nimmt, darf und kann seine Kinder gegen Covid impfen lassen.

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          Es kann nicht erstaunen, wie viel Enttäuschung und Unsicherheit, ja bisweilen auch Konfusion die Entscheidung der Ständigen Impfkommission (STIKO) hervorgerufen hat, keine allgemeine Impfempfehlung für Kinder ab zwölf Jahren abzugeben. Das liegt aber nicht an der Entscheidung selbst. Es liegt vielmehr daran, dass der Bundesgesundheitsminister, die Regierung und auch viele Ärzte die Entscheidung nicht abwarten wollten und sich klar für die möglichst breite Nutzung der Kinderimpfung ausgesprochen haben. Die Signale von der europäischen Zulassungsbehörde standen auf Grün, andere Länder propagieren offensiv die Kinderimpfung.

          Der Widerspruch ist für viele kaum aufzulösen: Ist das Impfen der Kinder nun sinnvoll oder nicht? Und vor allem: Ist es sicher? Was das angeht, war mit der formalen Zulassung durch die europäische Genehmigungsbehörde die Antwort schon Ende Mai gegeben. Die Daten, die der Hersteller in seiner Zulassungsstudie mit mehr als tausend geimpften Kindern und auf Basis der großen klinischen Studie für Erwachsene vorgelegt hatte, waren eindeutig. Der Wirkstoff schnitt bei den Kindern sogar noch etwas besser ab als bei den über Achtzehnjährigen.

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