https://www.faz.net/-gpf-738ls

Energiewende : Altmaier will Bürgerdividende für Netzausbau

  • Aktualisiert am

Umweltminister Altmaier will betroffene Bürger an den Profiten neuer Stromleitungen beteiligen Bild: dapd

Bundesumweltminister Altmaier schlägt vor, betroffene Bürger am Bau neuer Stromleitungen zu beteiligen. Sie sollten sich mit ihrem Kapital „zu einem festen Zinssatz“ beteiligen können, sagte Altmaier in einem Interview der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          1 Min.

          Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) will betroffene Bürger an den Gewinnen aus dem Bau neuer Stromleitungen beteiligen. „Ich schlage vor, dass wir eine Bürgerdividende beim Ausbau der Netze einführen“, sagte Altmaier in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (F.A.S.). „Die Bürger sollen die Möglichkeit haben, sich mit ihrem Kapital zu einem festen Zinssatz zu beteiligen.“

          Der Minister erläuterte weiter, Investitionen sollten bereits von 500 Euro an möglich sein und mit einer garantierten Rendite von jährlich fünf Prozent verzinst werden. Das Gesamtvolumen bezifferte Altmaier auf fünf Milliarden Euro. Die Anteile sollten vorrangig den Eigentümern von Grundstücken oder den Bewohnern von Gemeinden angeboten werden, die vom Netzausbau betroffen sind, in zweiter Linie aber auch der Allgemeinheit.

          Der Mangel an leistungsfähigen Stromleitungen zwischen Nord- und Süddeutschland gilt derzeit als wichtigster Hemmschuh der geplanten Energiewende. Anfang kommenden Jahres will die Regierung einen Netzentwicklungsplan beschließen, der den genauen Verlauf der neuen Trassen festschreibt. Es wird vor Ort mit massiven Bürgerprotesten gerechnet. In dem Interview kündigte Altmaier zugleich an, beim Leitungsbau Prioritäten zu setzen und nicht alle Vorhaben gleichzeitig anzugehen.

          „Die Konzentration auf wenige, vordringliche Projekte senkt die Kosten und steigert die Akzeptanz bei den Bürgern“, sagte er. Das Vorhaben einer finanziellen Bürgerbeteiligung richte sich jedoch nicht an den harten Kern der Leitungsgegner. „Es geht darum, generell die Akzeptanz für die Energiewende zu schaffen“, fügte Altmaier hinzu. „Dadurch, dass wir nicht nur die Kosten, sondern auch die Erträge breit streuen.“

          Weitere Themen

          Wieder ist Minneapolis im Notstand

          Nach Tod von Daunte Wright : Wieder ist Minneapolis im Notstand

          Nachdem am Sonntag ein Afroamerikaner bei einem Polizeieinsatz ums Leben gekommen ist, kommt es im Großraum Minneapolis weiter zu Protesten. Der Fall überschattet den laufenden Prozess zum Tod von George Floyd.

          Es geht in der K-Frage um eine „Teamlösung“ Video-Seite öffnen

          Dobrindt und Brinkhaus : Es geht in der K-Frage um eine „Teamlösung“

          CDU-Chef Armin Laschet und der CSU-Vorsitzende Markus Söder haben vor der CDU/CSU-Bundestagsfraktion um Unterstützung für die angestrebte Kanzlerkandidatur geworben. Präsidiumsmitglieder mahnten die Parteien vor Beginn der Sitzung zu Geschlossenheit.

          Wer verhängt wann Ausgangssperren?

          Notbremse : Wer verhängt wann Ausgangssperren?

          Ein Blick auf Rheinland-Pfalz und Hessen zeigt, wie unterschiedlich die Länder mit nächtlichen Ausgangssperren umgehen. In Mainz geht es bislang strenger zu als in Wiesbaden.

          Topmeldungen

          Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes gehen am Abend kurz vor Beginn der Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie durch die Innenstadt von Hannover.

          Einheitliche Corona-Regeln : Wann kommt die bundesweite Notbremse?

          Das Kabinett hat die bundesweite Notbremse beschlossen. Bis das Gesetz durch das Parlament kommt, dauert es aber noch. Denn die Opposition will nicht, dass die Beratungsfrist verkürzt wird.

          Champions League im Liveticker : 1:0 – Bayerns Hoffnung lebt

          Die Pariser kopieren die Münchener aus dem Hinspiel, vergeben reihenweise gute Chancen. Neymar trifft Latte und Pfosten. Die Münchener schießen ein Tor. Bekommt es PSG jetzt mit der Panik zu tun? Verfolgen Sie die Spiele im Liveticker.
          In der nächsten Saison nicht mehr in Frankfurt: Trainer Adi Hütter

          Hütter verlässt die Eintracht : Schlag ins Gesicht

          Dass Spieler gehen, wenn es läuft, ist im Fußball akzeptierte Wirklichkeit. Das vorzeitige Bye-bye von Sportvorständen und Trainern aber nicht. Vor allem, wenn darin kein sportlicher Aufstieg erkennbar ist.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.