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Grünen-Chef Robert Habeck : „Wir brauchen ein Endlager“

Robert Habeck im Juli in Frankfurt Bild: Frank Röth

Robert Habeck will mit seiner Partei Verantwortung für den Atommüll übernehmen. Das Gegenteil attestiert er der bayerischen Regierung. Die zerstöre damit das Vertrauen in ein Endlager, sagt er im F.A.S.-Interview.

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          Deutschland ist auf der Suche nach einem Endlager für den hochradioaktiven Müll aus seinen Kernkraftwerken. Am Montag stellt die dafür zuständige Bundesgesellschaft für Endlagerung erstmals eine Karte vor, die zeigen wird, wo mit Blick auf die geologische Beschaffenheit Endlagerstätten möglich wären und wo nicht. Gorleben mit seinem Salzstock wird unter den möglichen Standorten sein. Eine Zumutung für die Grünen?

          Frank Pergande
          Politischer Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Tatsächlich werden in diesem ersten Zwischenbericht der Bundesgesellschaft erst mal jene Gebiete herausgenommen, in denen es für ein Endlager keine Voraussetzungen gibt. Das ist also keine Vorentscheidung für einen bestimmten Endlagerstandort, das darf in der Debatte nicht durcheinanderkommen. Ich rechne damit, dass Gorleben noch drin bleibt, das ist auch richtig. Kein Standort darf aus politischen Gründen gestrichen werden, sonst ist das Vertrauen in das Verfahren und damit die Endlagersuche im Eimer. Für die grüne Familie ist es nach dem jahrzehntelangen Kampf um Gorleben zwar eine Zumutung, aber wir stellen uns der Gesamtverantwortung. Wir fragen uns allerdings, ob das auch die anderen tun.

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