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Empfehlung für die Schulen : Lüften – aber wie?

Klassenzimmer der Janusz-Korczak-Schule, einer Förderschule in Langen Bild: Lucas Bäuml

Fenster gekippt lassen oder hin und wieder aufreißen? Das Umweltbundesamt hat eine genau Anleitung formuliert. Nicht nur für Schulen ist sie bedeutsam.

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          Klassenräume sollten alle zwanzig Minuten etwa fünf Minuten bei weitgeöffneten Fenstern gelüftet werden. Das geht aus einer Empfehlung des Umweltbundesamtes für die Schulen zum richtigen Lüften hervor, die am Donnerstag vorgestellt wurde. Die Kultusminister hatten das Umweltbundesamt darum gebeten. Die Länder werden die Handreichung nun an die Schulen verteilen. Sie enthält Empfehlungen von Experten für Innenraumlufthygiene, wie sich mit richtigem Lüften in Schulen das Risiko für Corona-Infektionen reduzieren lässt.

          Heike Schmoll
          Politische Korrespondentin in Berlin, zuständig für die „Bildungswelten“.

          Es genügt in den Augen der Fachleute nicht, mit gekippten Fenstern oder mit nur einem offenen Fenster zu lüften, auch von geöffneten Türen zum Gang raten sie ab. Denn dadurch könnten virushaltige Aerosole, also mit Virus angereicherte Luftpartikel, von einem Raum über den Flur in andere Klassenräume transportiert werden, ohne vorher durch Außenluft verdünnt zu werden.

          Stoßlüften oder querlüften?

          „Lüften ist die einfachste und wirksamste Maßnahme, um Viren aus der Luft in Klassenzimmern zu entfernen“, sagte der Präsident des Umweltbundesamtes, Dirk Messner. „Einen hundertprozentigen Schutz bietet Lüften natürlich nicht. Auch die weiteren Hygienemaßnahmen gemäß den Vorgaben der Länder sind und bleiben wichtig und sollten im Schulalltag beachtet werden“, mahnte Messner. Ideal sei das sogenannte Querlüften, wenn Fenster auf gegenüberliegenden Seiten von Räumen geöffnet werden können. Sowohl beim Stoßlüften wie beim Querlüften sinke die Temperatur im Raum nur um wenige Grad ab und steige dann in kurzer Zeit wieder an. Schulräume, die sich nicht lüften ließen, kämen für den Unterricht nicht in Frage, so das Umweltbundesamt.

          Die Raumlufthygieniker sehen im Lüften noch weitere Vorteile: Auch CO2, feuchte und chemische Stoffe würden effektiv aus der Luft entfernt. CO2 kann bei zu hoher Konzentration im Innenraum müde machen und zu Konzentrationsschwächen führen. Zu viel Feuchte begünstigt Schimmel. Mobile Luftreiniger könnten weder CO2 noch Luftfeuchte abführen. Außerdem seien sie in der Regel nicht in der Lage, die Innenraumluft schnell und zuverlässig von Viren zu befreien, insbesondere in dicht belegten Klassenräumen. Deswegen seien mobile Luftreinigungsgeräte nicht als Ersatz, sondern allenfalls als Ergänzung zum aktiven Lüften geeignet. CO2-Ampeln seien ein guter Indikator für verbrauchte Luft, heißt es in der Handreichung.

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