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Emissionshandel : Mit Kompensation das Klima retten?

Wie soll ein Zertifikat für einen Langstreckenflug den CO2-Ausstoß der Reise aufwiegen? Bild: dpa

Durch Klimazertifikate das ausgestoßene CO2 am anderen Ende der Welt einsparen: Wie viel kann Kompensation tatsächlich bewegen – und wie viel dran ist am Vorwurf des Ablasshandels.

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          Alle wollen jetzt umweltbewusst sein. Dietrich Brockhagen von Atmosfair wunderte es deshalb auch nicht, dass eine Restaurantkette vor kurzem anfragte, ob sie Klimazertifikate für ihre Steaks kaufen könne, um dann auf der Karte mit klimaneutralen Steaks zu werben. Mehrere Autohersteller wollten für die Produktion und den lebenslangen CO2-Ausstoß der Fahrzeuge vorab Kompensationszertifikate kaufen. Um mit klimaneutralen Autos zu werben – ohne jedoch selbst im signifikanten Maße CO2 einzusparen. Das sollten andere übernehmen.

          Durch die Zertifikate wird das in Deutschland ausgestoßene CO2 zumeist am anderen Ende der Welt eingespart – bei Atmosfair durch Entwicklungsprojekte. In Kenia baut die Kompensationsagentur Biogasanlagen, mit deren Hilfe auch ärmere Familien mit Gas kochen können und nicht mehr mit Brennholz. Das spart CO2 – und schützt Bäume davor, abgeholzt zu werden. Dem Klima hilft das.

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