https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/ema-laesst-neue-impfstoffe-zu-stiko-empfehlung-muss-folgen-18284943.html

Neue Impfstoffe zugelassen : Schnelle Empfehlung muss folgen

  • -Aktualisiert am

Wer soll den angepassten Impfstoff erhalten? Bild: dpa

Nach der Zulassung angepasster Corona-Impfstoffe gegen die Omikron-Variante muss der nächste Schritt rasch folgen. Die STIKO darf mit ihrer Impfempfehlung nicht zu lange warten.

          1 Min.

          Die Zulassung von neuen Impfstoffen durch die europäische Arzneimittelbehörde EMA, die an die ursprüngliche Omikron-Variante angepasst sind, ist eine gute Nachricht. Wenn die Vakzine von Biontech und Moderna wie von Gesundheitsminister Karl Lauterbach versprochen in wenigen Tagen an Apotheken, Impfzentren und Arztpraxen ausgeliefert werden, sollte rasch der nächste Schritt folgen.

          Wie der Hausärzteverband zu Recht fordert, muss nun die Ständige Impfkommission (STIKO) rasch eine Empfehlung aussprechen, wer den Booster zum Schutz vor einem schweren Verlauf einer Covid-19-Infektion erhalten soll.

          Fatal für die Impfbereitschaft

          Vermutlich werden die STIKO und ihr Vorsitzender Mertens die vierte Impfung mit einem angepassten Impfstoff nur für Ältere über 60 und Vorerkrankte empfehlen. Dies hatte Mertens schon vor Wochen in einer öffentlich ausgetragenen Kontroverse mit Lauterbach signalisiert. Wie schon so oft war Lauterbach aus seiner Rolle als Minister und Politiker in den Laborkittel des Wissenschaftlers und Arztes geschlüpft. Er riet auch allen Jüngeren zu einer Auffrischungsimpfung vor Beginn der befürchteten schweren Corona-Welle im Herbst.

          Wenn sich Mertens und Lauterbach nun abermals widersprechen sollten, wäre das fatal für die Impfbereitschaft gerade in den vulnerablen Personengruppen. Denn sie gilt es, besser als zu Beginn der Seuche, durch Impfung vor Tod und Krankheit zu schützen.

          Thomas Holl
          Redakteur in der Politik.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Premierminister Rishi Sunak neben dem entlassenen Minister Nadhim Zahawi

          Sunak und die Tories : Von Johnsons Schatten verfolgt

          Rishi Sunak sollte für das Neue in Großbritannien stehen: Migrationsgeschichte statt Internatsschüler. Seine Bilanz nach 100 Tagen als Premierminister fällt aber nicht gut aus.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.