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Ein Jahr Elterngeld : Leyen: Kinderwunsch gestiegen

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Von der Leyen: Elterngeld hat „die Mitte der Gesellschaft” erreicht Bild: dpa

Ein Jahr nach Einführung des Elterngeldes hat Familienministerin Ursula von der Leyen eine positive Bilanz gezogen. Das Elterngeld erreicht demnach „die Mitte der Gesellschaft“. Das Budget sei zunächst um 130 Millionen Euro „gesprengt“ worden.

          Das Elterngeld erreicht nach Darstellung von Bundesfamilienministerin von der Leyen (CDU) „die Mitte der Gesellschaft“. Mit dieser an das jüngste CDU-Parteitagsmotto angelehnten Bewertung bilanzierte die Ministerin das erste Jahr nach Einführung dieser staatlichen Lohnersatzleistung.

          Sie beträgt zwei Drittel des letzten Einkommens (mindestens 300, höchstens 1800 Euro) für Eltern ein Jahr nach Geburt eines Kindes oder 14 Monate, wenn beide Eltern sich beteiligen.

          92 Prozent beantragen Elterngeld

          Vor allem habe das Elterngeld das Klima verändert, sagte Frau von der Leyen. Der Kinderwunsch sei nach Umfragen sowohl bei Männern als auch bei Frauen gestiegen, ebenso die tatsächliche Geburtenzahl. Außerdem wäre nach Einschätzung der Ministerin die Entscheidung, die Kleinkindbetreuung zu verdreifachen, oder die Aufnahme eines Betreuungsanspruchs ins Parteiprogramm der CDU zuvor „undenkbar“ gewesen.

          Das Elterngeld werde von 92 Prozent aller Eltern beansprucht, sagte Frau von der Leyen, während das frühere Bundeserziehungsgeld (300 Euro nach sozialen Kriterien für zwei Jahre) 77 Prozent zugute gekommen sei. 52 Prozent der insgesamt 386.000 Elterngeldbezieher erhalten von der Leyen zufolge zwischen 301 und 999 Euro monatlich, 15 Prozent 1000 Euro und mehr.

          Budget zunächst „gesprengt“

          Ein Drittel bekomme 300 Euro im Monat. Über den Erwartungen liege der Anteil der Väter, von denen jeder zehnte Elterngeld beantragt hat. Dadurch sei das Budget zunächst um 130 Millionen Euro „gesprengt“ worden, was aber in den kommenden Jahren aufgefangen werde.

          Zwei von drei Vätern unterbrechen die Erwerbsarbeit für zwei Monate, die meisten Frauen beziehen zwölf Monate Elterngeld. Die SPD-Familienpolitikerin Humme lobte in einer Mitteilung die Einsicht der Union, die nicht mehr vom „Wickelvolontariat“ spreche, und resümierte: „Sozialdemokratische Familienpolitik ist modern und wirkt.“

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