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Europaparlament : Brok gibt auf

  • Aktualisiert am

Elmar Brok (CDU) Bild: dpa

Der dienstälteste Europaabgeordnete Elmar Brok (CDU) verzichtet auf eine Kampfkandidatur für eine weitere Wahlperiode im Europaparlament. Er wird nach 40 Jahren ausscheiden.

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          Der CDU-Politiker Elmar Brok will nicht um sein Mandat im Europaparlament kämpfen und scheidet damit voraussichtlich nach fast 40 Jahren aus. „Ich kandidiere nicht“, sagte Brok am Montag dem „Westfalen-Blatt“ mit Blick auf die Landesvertreterversammlung der nordrhein-westfälischen CDU am kommenden Samstag.

          Dort hätte der dienstälteste Europaabgeordnete noch in einer Kampfkandidatur für einen der ersten sechs Listenplätze für die Europawahl antreten können. Brok, der aus Bielefeld stammt, hatte zuletzt im CDU-Landesvorstand eine geheime Kampfabstimmung verloren und war dort nicht mehr für die Europawahl aufgestellt worden. Auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf kündigte Brok an, sich in Kürze in einer Mitteilung erklären zu wollen.

          Ziel: Generationenwechsel

          Dank seiner jahrzehntelangen Erfahrung als Parlamentarier im EU-Parlament galt Brok in Brüssel als einflussreicher Politiker. In Berlin wurde er als Unterstützer von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wahrgenommen. Zuletzt hatte sich unter anderem EU-Kommissionspräsident Jean Claude Juncker für seinen Verbleib im Europarlament eingesetzt.

          Im Landesvorstand war Brok allerdings überraschend dem weitgehend unbekannten niederrheinischen Landtagsabgeordneten Stefan Berger unterlegen. Seitdem hatte Brok zunächst offengelassen, ob er dennoch versuchen will, bei der EU-Wahl im Mai ein Mandat für weitere fünf Jahre zu erringen. Die CDU hat sich allerdings auch den Generationenwechsel auf die Fahne geschrieben. Brok ist 72, Berger 49 Jahre alt.

          Dem „Westfalen-Blatt“ sagte Brok, er wolle künftig einen neuen Arbeitsrhythmus finden und „weiter und fokussierter für Europa und die CDU kämpfen, auch in diesem Wahlkampf“. Brok äußerte, er freue sich „auf das Wagnis eines Neuanfangs“.

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