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EKD-Synode : Einschneidende Sparmaßnahmen der evangelischen Kirche

Digitales Format funktioniert: EKD-Vorsitzender Bedford-Strohm bei der Synode Bild: Screenshot F.A.Z.

Die evangelische Kirche berät über Sparmaßnahmen bei vielen Institutionen. Sie will sich künftig stärker auf die Pflege der eigenen Mitglieder konzentrieren.

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          Das bestimmende Thema der diesjährigen Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) sind die geplanten Einsparungen. Bis zum Jahr 2030 sollen auf EKD-Ebene dreißig Prozent gekürzt werden, insgesamt sind das rund 17 Millionen Euro. Es gehe um „einschneidende Maßnahmen“, erläuterte Andreas Barner, der frühere Chef des Pharmaunternehmens Boehringer Ingelheim, bei der Einbringung der Vorschläge.

          Reinhard Bingener
          Politischer Korrespondent für Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Bremen mit Sitz in Hannover.

          Die geplanten Kürzungen betreffen besonders die beiden kirchlichen Hochschulen für die Theologenausbildung in Wuppertal und Neuendettelsau, deren Fortbestand in der bisherigen Form von der EKD recht unverblümt in Frage gestellt wird. Zu empfindlichen Kürzungen soll es auch bei der Zusammenarbeit mit den Partnerkirchen, den Auslandsgemeinden und der Seemannsmission kommen sowie bei einzelnen Einrichtungen wie dem „Evangelischen Zentrum Frauen und Männer“ oder dem Konfessionskundlichen Institut in Bensheim. Der schon länger finanziell darbenden Johannes-a-Lasco-Bibliothek im ostfriesischen Emden, einer bedeutenden Sammlung zur Geschichte des reformierten Protestantismus, sollen die EKD-Mittel sogar in Gänze gestrichen werden.

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