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„Einsatz Kohlestopp“ : Aktivisten besetzen Bagger im Tagebau Garzweiler

  • Aktualisiert am

An einem Braunkohle-Bagger hängt ein Plakat mit der Aufschrift „Kohle abschalten ! Greenpeace“ (Archivbild) Bild: dpa

Menschen sind im Laufe der Nacht in den Tagebau eingedrungen und auf insgesamt sechs Bagger geklettert. Der Betrieb steht derzeit still.

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          Aktivisten sind am frühen Freitagmorgen auf das Gelände des Braunkohle-Tagebaus Garzweiler in Nordrhein-Westfalen vorgedrungen. Das Anti-Kohle-Bündnis „Einsatz Kohlestopp“ will damit einer Mitteilung zufolge einen sofortigen Kohleausstieg fordern. Nach Angaben einer Sprecherin wollen die Aktivisten auch ein Zeichen gegen das geplante Kohlegesetz der Bundesregierung setzen. Die Polizei bestätigte die Aktion am Freitagmorgen. Demnach seien Menschen im Laufe der Nacht in den Tagebau eingedrungen und auf insgesamt sechs Bagger geklettert.

          Laut „Einsatz Kohlestopp“ sind rund 80 Menschen - etwa auch vom Bündnis „Ende Gelände“ - an der Aktion beteiligt. Der Betrieb stehe derzeit still. Die Aktion sei Teil einer Woche des Widerstands.

          Das Rheinische Braunkohlerevier ist immer wieder Schauplatz von Protest-Aktionen. Bereits in der Vergangenheit drangen mehrmals Aktivisten in das Gelände ein. Im November 2019 etwa besetzten Greenpeace-Aktivisten einen Braunkohle-Bagger. Im Juni zuvor sorgte „Ende Gelände“ mit Blockaden für einen Großeinsatz der Polizei.

          Deutschland plant den Kohleausstieg bis spätestens 2038 - was Klimaaktivisten für zu spät halten. Das Gesetz zum Kohleausstieg soll kommende Woche beschlossen werden.

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