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Alle gegen Thüringen : Die Ära Merkel und die Illusionen der CDU

Bild: dpa

Der Linkskurs, für den Thüringens CDU kritisiert wird, liegt auf Merkel-Linie. Die Folge, eine radikale Rechtspartei, ist nicht rückgängig zu machen, indem die CDU so tut, als sei alles wie früher.

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          Nach den Vorstellungen der CDU-Führung sieht die Unvereinbarkeit einer Zusammenarbeit mit der Linkspartei in Thüringen so aus: schnelle Neuwahlen, die Bodo Ramelow einen historischen Wahlsieg bescheren und die CDU zu Boden werfen. Wenn das die Folge der Unvereinbarkeit ist, wünscht sich die Linkspartei sicher noch mehr davon. Im fernen Adenauer-Haus wurde die kuriose Strategie kürzlich mit einem „Dann ist das eben so“ kommentiert. In Erfurt wirkt das nicht wie der Ausdruck von Prinzipientreue, sondern von Prinzipienreiterei. Der Ratschlag, in Thüringen endlich für Ordnung durch Neuwahlen zu sorgen, sollte besser begründet sein.

          Aber immerhin: Es ist ein Ratschlag. Lange Zeit wussten offenbar weder der Landesverband in Thüringen noch die Bundespartei, was zu tun sei. Jeweils überwogen die Stimmen, die genau wussten, was nicht sein dürfe. Nicht Ramelow, nicht AfD, nicht Neuwahlen, nicht Kemmerich, nicht Lieberknecht – nach all diesen Unvereinbarkeiten musste sich die CDU fragen lassen, was mit den Erfurter Realitäten denn eigentlich noch vereinbar sei.

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