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Deutschpflicht in der Schule : Laissez-faire auf dem Schulhof hilft nicht

  • -Aktualisiert am

Ein nach Deutschland geflüchtetes Kind in einer Willkommensklasse in Brandenburg: Die Integration stellt das deutsche Schulsystem vor Herausforderungen. Bild: dpa

Ein Mädchen spricht entgegen der Klassenregeln Türkisch. Sie bekommt eine Strafarbeit, die Eltern beschweren sich. Doch die Einhaltung gemeinsamer Regeln ist wichtig. Nur so gelingt das Zusammenleben in einer Einwanderungsgesellschaft.

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          Viele Menschen in diesem Land haben ein Problem damit, Regeln einzuhalten. Das zeigt sich auf der Autobahn. Das ist zu beobachten beim Umgang mit den Vorschriften zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Auch in Schulen gibt es bisweilen ein Problem, den Alltag nach Regeln zu organisieren.

          Vor ein paar Tagen zeigte sich das in einer Grundschule in Blumberg, einer Stadt am Rande des Schwarzwalds. Eine Drittklässlerin soll sich in der Pause mit einer Mitschülerin laut auf Türkisch gestritten haben. Das war ein Verstoß gegen die Klassenregeln, wonach auf dem Pausenhof Deutsch gesprochen werden muss. An der Grundschule stammen mehr als vierzig Prozent der Schüler aus Einwandererfamilien, vertreten sind sechzehn unterschiedliche Nationen. Wenn alle Schüler die Sprache ihrer Eltern benutzen würden, wären weder Unterricht noch Verständigung auf dem Schulhof möglich. Eltern, Lehrer und Schüler haben sich deshalb auf die Deutschpflicht verständigt, als Voraussetzung „zur Umsetzung des Erziehungsauftrags“.

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