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Neue Migrationswelle? : Die Angst vor dem Supersturm

Blick von Griechenland: Migranten an der türkisch-griechischen Grenze nahe Kastanies Bild: AFP

Eine Wiederholung von Merkels Politik der offenen Grenzen ist unvorstellbar. Sie würde Konflikte in Deutschland und zwischen den EU-Mitgliedstaaten hervorrufen, die alle bisherigen Zerwürfnisse überträfen.

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          Es hätte der Bilder von der türkisch-griechischen Grenze nicht bedurft, um der deutschen Politik den Schweiß auf die Stirn zu treiben. Dafür hatte schon das Coronavirus gesorgt. Dem türkischen Präsidenten war das Nervenkostüm seiner „Partner“ freilich schon immer herzlich egal. Möglicherweise gehört es sogar zu Erdogans Kalkül, dass die Angst vor der Corona-Epidemie und die Sorge vor neuen Flüchtlingsströmen sich zu einem politischen Supersturm verbinden, vor dessen Wüten die Europäer zurückweichen müssten.

          Doch das könnten sie nicht. Eine Wiederholung von Merkels Politik der offenen Grenzen aus dem Jahr 2015 ist unvorstellbar. Sie würde Konflikte in Deutschland und zwischen den EU-Mitgliedstaaten hervorrufen, gegen die alle bisherigen Zerwürfnisse wegen der Migration wie laue Lüftchen aussähen.

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