https://www.faz.net/-gpf-aanx7

Studieren in der Pandemie : Präsenz lässt sich durch nichts ersetzen

  • -Aktualisiert am

Nur die Klausur in Präsenz: ein Student Anfang März in einem Hörsaal der Goethe-Universität in Frankfurt Bild: Finn Winkler

Die bisherigen Erfahrungen in der Pandemie haben gezeigt: Die digitale Lehre ist besser gelungen als befürchtet. Doch eine Lösung ist sie nicht.

          3 Min.

          Studenten im dritten Semester haben noch nie ein Seminar in ihrer Universität erlebt. Sie sitzen seit dem Sommersemester 2020 allein in ihrer Studentenbude oder im heimischen Kinderzimmer und folgen Online-Veranstaltungen. Hätte es nicht jüngst Gespräche der Kanzlerin und des Bundespräsidenten mit Studenten gegeben, nähme kaum jemand davon Notiz. Das liegt auch daran, dass sich mancher Ordinarius ganz gut im heimischen Arbeitszimmer eingerichtet hat und erleichtert ist, die ohnehin schon immer als Last empfundene Lehre nicht auch noch vor Ort leisten zu müssen.

          Die Mehrzahl der Professoren hat sich der digitalen Lehre indessen mit enormer Kreativität, mit Ehrgeiz und originellen didaktischen Methoden gewidmet. Insgesamt haben die Hochschulen die abrupte Umstellung auf den Online-Betrieb erheblich besser gemeistert als die Schulen. Allerdings haben sie die gleiche Erfahrung gemacht: Präsenz lässt sich durch nichts ersetzen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            Sonntagszeitung plus

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Die Intensivstation der Universitätsklinik Frankfurt mit Coronapatienten im April 2020

          Anhaltend hohe Todeszahlen : Wer jetzt noch an Corona stirbt

          Noch verzeichnet Deutschland jede Woche mehr als tausend Covid-Todesfälle. Viele sterben weder im Altenheim noch auf der Intensivstation. Doch wo dann? Die Suche nach der Antwort ist kompliziert.
          Scheut keine Kontroverse: Boris Palmer

          Die Äußerungen Boris Palmers : Das macht man nicht

          Zuspitzen ohne zu verletzen will gelernt sein. Das hätte auch Boris Palmer berücksichtigen müssen, meint die Tübinger Sozialbürgermeisterin Daniela Harsch. Eine alte Weisheit lautet: Bestimmte Dinge tut man nicht. Ein Gastbeitrag.