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Ein Jahr Doppelspitze der SPD : Ziele verfehlt, dennoch unumstritten

Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans nach ihrer Wahl an die Parteispitze Bild: Jens Gyarmaty

Vor einem Jahr gewannen Sakia Esken und Norbert Walter-Borjans die Wahl für den SPD-Vorsitz. Wie hat sich die Partei seitdem entwickelt? Und was ist aus den übrigen Bewerbern geworden?

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          Zustimmungswerte von „30 Prozent und vielleicht mehr“, das hatte die neue SPD-Vorsitzende Saskia Esken versprochen, als sie und der Finanzpolitiker im Ruhestand Norbert Walter-Borjans vor einem Jahr überraschend zu Parteivorsitzenden der taumelnden Sozialdemokratie gewählt wurden. Gemessen an diesem Versprechen sind die beiden aktuellen Vorsitzenden der Partei noch erfolgloser als ihre Vorgänger Andrea Nahles, Martin Schulz oder Sigmar Gabriel, um nur einige zu nennen. Denn die SPD steht in Umfragen bei 17 Prozent, gelegentlich sind es auch weniger.

          Peter Carstens
          Politischer Korrespondent in Berlin

          Entsprechend still fielen am Sonntag die Feierlichkeiten für das Einjährige aus, das so ganz anders werden sollte. Denn geplant waren nicht nur 30 Prozent und mehr, sondern auch der Austritt aus der ungeliebten Koalition mit der Union. Das war eine der Forderungen, mit denen Esken und Walter-Borjans im Wettbewerb um den Parteivorsitz vor allem bei den Jusos Stimmen gesammelt hatten.

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