https://www.faz.net/-gpf-a9ahu

KSK-Kommandeur Kreitmayr : Der General im Feuer

Bundeswehrsoldaten der Eliteeinheit Kommando Spezialkräfte (KSK) trainieren den Häuserkampf und eine Geiselbefreiung. Bild: dpa

Markus Kreitmayr kommandiert und reformiert das KSK der Bundeswehr. Manche loben ihn, andere äußern anonym ihre Wut über den Brigadegeneral.

          6 Min.

          Markus Kreitmayr muss früh gedämmert haben, dass beim Kommando Spezialkräfte der Bundeswehr Dinge im Argen liegen. Als der drahtige Brigadegeneral im Juni 2018 den Verband, kurz KSK, übernahm, braute sich über dem Standort Calw längst etwas zusammen. Doch nur Eingeweihte konnten ahnen, welcher Sturm heraufzog. Kreitmayr war ein Eingeweihter. Der hochdekorierte Offizier kannte die verschworene Gemeinschaft in der Zeppelin-Kaserne von früher. Vielleicht kannte er sie schon zu gut, um dann einfach wegzuschauen. Als er kam, schrieb die Schwarzwälder Lokalzeitung, Kreitmayr übernehme eine gut aufgestellte Truppe.

          Peter Carstens

          Politischer Korrespondent in Berlin

          Damit waren die Schwarzwälder nicht allein: „Jeder Krieg braucht seine Helden. So sehen unsere aus“, überschrieb ein Münchner Magazin seinerzeit einen Artikel. Kreitmayr konnte stolz sein auf seinen neuen Job. Es gebe allerdings, hieß es in der Lokalpresse, ein gravierendes Problem in Calw: Die Stuben der Soldaten seien einfach zu klein. Ein Umbau werde geplant, das habe der Neue schon angestoßen. Wenige Monate später geriet das ganze Kommando aus den Fugen. Aus dem Umbau der Stuben ist eine Totalsanierung des Verbandes geworden, vielleicht sogar der Abriss. Kreitmayr hat daran seinen Anteil.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            Sonntagszeitung plus

          F.A.Z. PLUS:

            F.A.Z. digital

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Armin Laschet am 11. April vor dem Bundestag in Berlin

          Armin Laschet : Der Unterschätzte

          Armin Laschet musste in seinem Leben schon oft um Posten kämpfen. Niederlagen haben ihn nie davon abgehalten, es immer wieder zu versuchen. Nun hat er die Kanzlerkandidatur der Union für sich entschieden.
          Ein Frachtschiff im Bosporus wird 2019 abgeschleppt, nachdem es die Küstenstraße der Meerenge gerammt hatte.

          Alternative zum Suezkanal : Erdogans neues Megaprojekt

          Mit der kostenlosen Passage durch den Bosporus lässt sich kein Geld verdienen. Im Kampf um das östliche Mittelmeer soll der „Kanal Istanbul“ nun die Position der Türkei stärken.