https://www.faz.net/-gpf-8wgar

Anschlag geplant? : Ehemaliger Student aus Darmstadt unter Terrorverdacht

  • Aktualisiert am

Erklärt, warum er den sogenannten Islamischen Staat unterstützen würde: ein Doktorand aus Darmstadt in einem Internetvideo Bild: Memri TV

Im Februar wurde der ehemalige Student der TU Darmstadt,Malik F., wegen Terrorpropaganda festgenommen. Nun fand die Polizei auf seinem Laptop weiteres belastendes Material. Plante F. gar einen Terroranschlag?

          1 Min.

          Ein ehemaliger Student der TU Darmstadt soll einen Terroranschlag in Deutschland geplant haben. Auf dem Laptop des 36 Jahre alten Syrers Malik F. fanden Ermittler Anleitungen zum Bau einer Bombe und eines Schalldämpfers. Das teilte die Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft, Nadja Niesen, mit. Zuvor hatte der „Hessische Rundfunk“ darüber berichtet.

          Dem ehemaligen Studenten, der an der TU Darmstadt promovieren wollte, wird „Anleitung zur Begehung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat“ vorgeworfen. Der Mann sei im Februar abermals festgenommen worden und sitze seither in Untersuchungshaft, sagte Niesen.

          Gegen den Syrer läuft bereits ein anderes Verfahren: Die Generalstaatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn wegen Propaganda für die Terrormiliz IS. Malik F. hatte auf seinem Facebook-Profil die verbotene Flagge des IS gezeigt und im Januar 2016 ein knapp neunminütiges Internetvideo, in dem er für den IS warb, veröffentlicht.

          „Ich möchte euch erklären, weshalb ich den Islamischen Staat unterstütze“, sagte er darin auf Arabisch, im Anzug an einem Schreibtisch sitzend. Der IS habe recht. „Das heißt, die „Strafen Allahs umzusetzen.“ Das Landesamt für Verfassungsschutz in Hessen stufte das Video als „dschihadistisches Propagandamaterial“ ein.

          Er war deshalb auch kurzzeitig festgenommen worden, die Richter sahen damals aber keinen Grund für einen Haftbefehl. Die TU Darmstadt hatte daraufhin das Promotionsverfahren des Doktoranden im Fach Mathematik im Februar 2016 mit sofortiger Wirkung beendet.

          Weitere Themen

          Italiens Regierungschef Conte zurückgetreten Video-Seite öffnen

          Zersplitterte Koalition : Italiens Regierungschef Conte zurückgetreten

          Italiens Regierungschef Giuseppe Conte ist zurückgetreten. Staatschef Sergio Mattarella nahm das Rücktrittsgesuch an. Der parteilose Conte will eine neue Regierung bilden, nachdem seine Mitte-Links-Koalition kürzlich auseinanderfiel.

          Party machen und plündern

          Gewalt in den Niederlanden : Party machen und plündern

          Die gewaltsamen Ausschreitungen in den Niederlanden reißen nicht ab. Die Polizei braucht lange, um die Situation unter Kontrolle zu bringen. Unter die Randalierer haben sich auch Teenager gemischt.

          Topmeldungen

          Der britische Premierminister Boris Johnson am 25. Januar in London mit einer Dosis des Corona-Impfstoffs von Astra-Zeneca

          Großbritannien und die EU : Auch ein Impfstoff kann Beziehungen vergiften

          Großbritannien fasst Überlegungen der EU, die Impfstoff-Ausfuhr zu kontrollieren, als Drohung auf – und als Bestrafung für Lieferprobleme von Astra-Zeneca. Diese könnten auch mit dem niedrigen Preis zusammenhängen.
          Schaulustige filmen in der niederländischen Stadt Haarlem mit Handys brennende Gegenstände, die Randalierer am 26. Januar in Brand gesetzt haben.

          Gewalt in den Niederlanden : Party machen und plündern

          Die gewaltsamen Ausschreitungen in den Niederlanden reißen nicht ab. Die Polizei braucht lange, um die Situation unter Kontrolle zu bringen. Unter die Randalierer haben sich auch Teenager gemischt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.