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Edathy-Affäre : Justizminister Maas nimmt Ermittler in Schutz

  • Aktualisiert am

Vertraut den Sicherheitsbehörden: Bundesjustizminister Heiko Maas Bild: Reuters

Die Kritik am Bundeskriminalamt wird lauter, doch Heiko Maas rät zur Geduld, bis die Vorwürfe aufgeklärt sind. Eltern, die auch bei Facebook & Co. unterwegs sind, gibt der Minister einen Rat.

          Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hat davor gewarnt, die Arbeit der Ermittler in der Affäre um den SPD-Politiker Edathy in Zweifel zu ziehen. Er habe großes Vertrauen in die Sicherheitsbehörden, sagte der Minister der Zeitung „Welt am Sonntag“. Durch bloße Spekulationen lasse sich das nicht erschüttern. Jetzt müsse abgewartet werden, bis alles aufgeklärt sei.

          Zuletzt war berichtet worden, ein hoher Beamter des Bundeskriminalamts habe selbst kinderpornographisches Material besessen. Linke und Grüne werfen BKA-Chef Jörg Ziercke unter anderem vor, über den Fall nicht von sich aus informiert zu haben, als er im Bundestags-Innenausschuss zur Edathy-Affäre aussagte. Gegen Edathy wird wegen Verdachts auf Besitz kinderpornografischen Materials ermittelt. Nach Informationen von „Spiegel Online“ war das Material bei dem inzwischen in den Vorruhestand versetzten BKA-Beamten anders als bei Edathy eindeutig illegal und strafrechtlich relevant.

          Vorsicht mit Fotos der eigenen Kinder

          Maas ermahnte Eltern zu größter Vorsicht, wenn sie Bilder von ihren Kindern im Internet veröffentlichen. „Niemand kann sagen, wo diese Bilder landen“, sagte er der „Welt am Sonntag“. Gleichzeitig präzisierte er sein Gesetzesvorhaben, den gewerbsmäßigen Handel mit Bildern von nackten Kindern unter Strafe zu stellen. „Wer mit den Körpern von Kindern und Jugendlichen Geschäfte macht, dem soll bald das Gefängnis drohen“, sagte der Justizminister. Geprüft werde auch, „inwieweit wir den bargeldlosen Handel mit solchen Nacktbildern, etwa in Tauschbörsen, unter Strafe stellen können“.

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