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Edathy-Affäre : Bosbach glaubt Ziercke nicht

  • Aktualisiert am

BKA-Chef Jörg Ziercke Bild: dpa

Angesichts der neuen Ungereimtheiten in der Edathy-Affäre werden Forderungen nach einer erneuten Befragung des BKA-Präsidenten Ziercke vor dem Bundestags-Innenausschuss laut.

          Nach neuen Ungereimtheiten im Fall Edathy zweifelt der Vorsitzende des Innenausschusses des Bundestags, Wolfgang Bosbach (CDU), an der Glaubwürdigkeit von BKA-Chef Jörg Ziercke. „Es fällt mir schwer zu glauben, dass die Führung des BKA erst im Oktober 2013 erfahren haben will, dass es sich bei dem Sebastian Edathy in ihrer Datei um den Abgeordneten handelt“, sagte Bosbach der F.A.S.

          Die Bundesregierung hatte auf Anfrage der Grünen mitgeteilt, dass schon ab Herbst 2012 insgesamt vier BKA-Mitarbeiter den Namen Edathy in einer Datei abgefragt hatten und dabei den Eintrag „Besitz/Erwerb von Kinder-/Jugendpornografie“ sahen. Die Mitarbeiter, die mit einem Anschlag auf den Briefkasten des Wahlkreisbüros Edathys Ende 2012 und mit Bedrohungen des Abgeordneten befasst waren, hätten das „nicht weiter zur Kenntnis genommen“, teilte das BKA mit.

          Bosbach sagte, die Einlassung des BKA, die Beamten hätten keinen Bezug zu dem Abgeordneten gesehen, sei nicht glaubhaft. Denn sie hätten sich ja wegen dessen Zugehörigkeit zum Bundestag mit den Drohungen gegen ihn beschäftigt. Ziercke müsse dringend ein weiteres Mal vor dem Innenausschuss des Bundestags Stellung nehmen.

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