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Duell um NRW-Landesvorsitz : Röttgen sticht Laschet aus

  • Aktualisiert am

Auf dem Weg zur Macht: Norbert Röttgen Bild: dpa

Bundesumweltminister Norbert Röttgen soll neuer Landesvorsitzender der CDU in Nordrhein-Westfalen werden. Röttgen setzte sich bei der Mitgliederbefragung gegen den früheren NRW-Integrationsminister Armin Laschet durch.

          Neuer Vorsitzender der nordrhein-westfälischen CDU und damit Nachfolger des scheidenden Landesvorsitzenden Jürgen Rüttgers wird Bundesumweltminister Norbert Röttgen. Die Mitglieder des größten CDU-Landesverbandes sprachen sich bei einer Wahlbeteiligung von 52,8 Prozent mit 54,8 Prozent für Röttgen aus, teilte Rüttgers am Sonntag in Düsseldorf mit. Auf seinen Konkurrenten, Ex-Integrationsminister Armin Laschet, entfielen 45,2 Prozent der Stimmen. Die rund 160.000 Mitglieder des Landesverbandes hatten in einer Brief- und am Sonntag in einer Urnenwahl über ihren neuen Parteichef entschieden.

          Der Bundespolitiker Röttgen hatte vor der CDU-Basis in NRW immer wieder darauf verwiesen, dass er bundesweit bekannt sei und die Landespartei auch von Berlin aus effektiv vertreten könne. Er wolle eine neue Diskussionskultur in der NRW-CDU einführen und damit eine Konsequenz aus der Schlappe bei der Landtagswahl im Mai ziehen. Beide Kandidaten hatten angekündigt, das Votum der Basis akzeptieren zu wollen. Sowohl Röttgen als auch Laschet gelten als Vertreter einer modernen, pragmatischen CDU. Das letzte Wort im Machtkampf zwischen Röttgen und Laschet um den Vorsitz hat ein Landesparteitag am 6. November in Bonn. Dort soll der neue Vorsitzende auch formell gewählt werden.

          Aufstrebender Kronprinz?

          Röttgen wird nach seiner Wahl zum Landeschef über eine deutlich breitere Machtbasis verfügen und kann damit sein Gewicht in der CDU deutlich stärken. Der neue Chef der Landes-CDU hat auch gute Karten im Rennen um den Posten eines stellvertretenden Bundesvorsitzenden der CDU, den der scheidende Ex-Ministerpräsident Rüttgers ebenfalls aufgeben will. Rüttgers hatte nach der Niederlage bei der Landtagswahl im Mai angekündigt, nicht mehr für politische Ämter kandidieren zu wollen. In Düsseldorf regiert nun eine rot-grüne Minderheitsregierung unter Hannelore Kraft (SPD).

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