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Rückkehr nach Deutschland : Frau, Mutter, Dschihadistin

Der Kampf ist für viele Islamistinnen vorbei, der Traum vom Kalifat zerplatzt. Der Hass auf Europa bleibt. Bild: Foto: Syriadeeply.org / S / dpa, Bearbeitung F.A.S.

Vom „Islamischen Staat“ ist nicht mehr viel übrig. Die deutschen Frauen, die dabei waren, wollen zurückkommen. Können die Behörden die Islamistinnen belangen?

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          Rakka ist befreit, Mossul ist befreit. Viele IS-Kämpfer sind tot. Übrig sind ihre Frauen und Kinder, darunter auch Deutsche. Hierzulande bereitet man sich nun darauf vor, dass die zurückkommen. Keiner weiß genau, wie gefährlich sie sind, was sie erlebt haben, was sie planen. Fanatikerinnen kommen da, aber auch Kinder, die in ein Terrorregime hineingeboren wurden. Fünfjährige, die wie Islamisten den erhobenen Zeigefinger in die Kamera recken oder blitzende Messer zeigen. Die als Henker eingesetzt wurden. Der Verfassungsschutz rechnet mit mindestens hundert Kindern, die im IS geboren wurden. Er warnt, sie könnten „gehirngewaschen“ sein, „lebende Zeitbomben“, mit dem Auftrag, Anschläge zu begehen. Die Mütter, die sie dazu erzogen haben, seien traumatisiert und sehr radikal. Wer sind diese deutschen Staatsbürgerinnen aus dem „Islamischen Staat“, die nun mit ihren Kindern zurückkommen wollen?

          Livia Gerster

          Redakteurin in der Politik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Unter den rund tausend aus Deutschland ausgereisten Dschihadisten sind etwa zweihundert Frauen. Viele von ihnen haben einen Migrationshintergrund, aber auch Konvertitinnen sind dabei. Sie begleiteten ihre Männer oder wurden gezielt als Krieger-Bräute angeworben. Einige kamen auf eigene Faust, brachten auch ihre Kinder mit. Andere waren selbst noch Kinder, Jugendliche.

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