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Rechtsextreme Drohungen : Die Brutstätten des Terrors

André M. – Im April im Gericht in Berlin – soll mehr als 100 Drohmails an Politiker, Journalisten und Prominente verschickt haben. Bild: dpa

Nach rechtsextremistischen Drohbriefen ermittelt in Hannover der Staatsschutz. Die Pandemie scheint Hass und Verschwörungen zu befeuern – denn die Briefe sind nicht die ersten ihrer Art.

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          Als Can Yilmaz am Dienstag aus seiner Haustür tritt, will er eigentlich nur einen kurzen Blick in seinen Briefkasten werfen, den er seit vier Tagen nicht mehr geleert hat. Der in Hannover lebende Mann findet darin ein Blatt im DIN-A4-Format, das er zunächst für lästige Werbung hält. Zum Schutze seiner Person bleibt sein richtiger Name anonym. Denn was Can Yilmaz in seinem Briefkasten vorfindet, ist volksverhetzenden Inhalts und eine klare Morddrohung. In dem Schreiben, das der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vorliegt, betitelt sich der Absender als sogenannte „Nationalsozialistische Offensive“ und schließt mit dem Hitlergruß.

          Was Can Yilmaz zum Zeitpunkt seines Fundes noch nicht weiß: Das Drohschreiben erreicht nicht nur ihn, sondern mindestens zehn weitere Menschen in der Südstadt von Hannover. Auch seine Nachbarn, deren Nachnamen in den Augen von Rechtsextremisten nicht als deutsch gelesen werden, sind betroffen. Elf Anzeigen sind bislang bei der örtlichen Polizeidienststelle eingegangen, die ersten kamen am Sonntag.

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