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Drogenvorwürfe : Grünen-Politiker Beck legt Fraktionsämter nieder

  • Aktualisiert am

Volker Beck will sich zu den konkreten Vorwürfen persönlich nicht äußern. Bild: dpa

Der grüne Bundestagsabgeordnete Volker Beck ist offenbar mit Drogen erwischt worden. Seine Ämter in der Fraktion legte er nach einem entsprechenden Bericht nieder.

          Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Volker Beck legt vor dem Hintergrund von Drogenvorwürfen seine Fraktionsämter nieder. Er gibt sowohl den Posten des innen- und religionspolitischen Sprechers der Fraktion sowie den Vorsitz der deutsch-israelischen Parlamentariergruppe ab.

          Ein Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft bestätigte am Mittwochnachmittag, dass Beck bei einer Polizeikontrolle mit „einer betäubungsmittelverdächtigen Substanz“ aufgefallen war. Ob es sich, wie von der „Bild“-Zeitung berichtet, um das gefährliche Rauschgift Crystal Meth handelt, konnte er nicht sagen. „Das muss noch untersucht werden“, sagte er und verwies auch auf die Immunität Becks als Bundestagsabgeordneter. Beck wurde demnach am Dienstagabend gegen 23 Uhr am Berliner Nollendorfplatz von Polizisten kontrolliert. Dabei wurde der verdächtige Stoff gefunden.

          Beck bestätigte gegenüber FAZ.NET, dass er seine Ämter niederlegt: „Hiermit stelle ich meine Ämter als innen- und religionspolitischer Sprecher Sprecher meiner Fraktion und Vorsitzender der deutsch-israelischen Parlamentarierguppe, die mir die Fraktion verliehen hat, der Fraktion zur Verfügung."

          In Becks Erklärung heißt es zudem, er habe immer eine liberale Drogenpolitik vertreten. Er wolle sich zu den gegen ihm erhobenen Vorwürfen aber nicht äußern. Sein Anwalt werde gegenüber der Staatsanwaltschaft eine Stellungnahme abgeben.

          Auf die Berichte reagierte die Grünen-Fraktion zunächst überrascht. Man habe erst durch „Bild.de“ von den Vorwürfen erfahren, sagte eine Sprecherin gegenüber FAZ.NET. Die Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen, Britta Haßelmann, teilte später mit: „Zum Sachverhalt kann ich nichts sagen. Da gilt es die Ermittlungen abzuwarten. Wir nehmen die persönliche Entscheidung von Volker Beck mit Respekt zur Kenntnis und werden das Gespräch mit ihm suchen.“

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