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Drogenbeauftragte : „Handy weg beim Essen!“

Für Kinder gilt nach Marlene Mortler „erst die Bauklötze, dann das Tablet“. Bild: dpa

Die Drogenbeauftragte Marlene Mortler sagt: Smartphones können abhängig machen. Im Interview fordert sie, mit Kindern klare Absprachen zum Medienkonsum zu treffen.

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          Frau Mortler, Handys sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Schon Kinder haben oft ein Smartphone. Für wie bedenklich halten Sie diese Entwicklung?

          Philip Eppelsheim
          Redakteur in der Politik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Erst einmal finde ich, dass uns die digitalen Medien eine Vielzahl neuer Möglichkeiten eröffnen, die ich nicht missen möchte, weder bei der Arbeit noch privat. Mir ist aber wichtig, dass wir bei aller Begeisterung nicht vergessen, mit den neuen Medien vernünftig umzugehen. Alles hat seinen Platz, alles hat seine Zeit. Was wir brauchen, ist eine gesunde Online-Offline-Balance! Und genau das müssen wir auch unseren Kindern vermitteln. Es braucht klare Absprachen zum Medienkonsum in den Familien, in den Schulen, letztendlich in der ganzen Gesellschaft. Und wenn es um kleine Kinder geht, sage ich ganz deutlich: erst die Bauklötze, dann das Tablet. Kleinkinder brauchen keine digitalen Medien. Sie müssen erst einmal lernen, in der realen Welt zurecht zu kommen. Sie müssen lernen, zu klettern, zu malen und mit anderen Kindern zu spielen. Das alles kann nicht warten, der Computer schon.

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