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Auffrischungsimpfungen : So wollen die Länder den Corona-Booster zünden

Der Impfschutz kann nach einigen Monaten nachlassen. Bild: dpa

Weil unklar ist, wie lange sich Geimpfte vor Corona in Sicherheit wiegen können, gibt es bald die dritte Spritze. Impfteams schwärmen wieder aus, die Arztpraxen übernehmen den Rest – doch wie genau soll die dritte Impf-Welle anrollen?

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          Bislang gibt es nur Hinweise darauf, dass das Immunsystem von Geimpften nach einer Weile neu angeregt werden muss. Belastbare Studienergebnisse dazu fehlen noch. Doch die Frage, wie lange insbesondere alte, pflegebedürftige und immungeschwächte Geimpfte weiterhin gegen Covid-19 geschützt werden können, drängt. Sie drängt gar so sehr, dass sich Bund und Länder ausnahmsweise dazu durchgerungen haben, diesmal frühzeitig zu handeln. Die Konferenz der Gesundheitsminister hat am Montag beschlossen, dass von September an bundesweit Auffrischungsimpfungen angeboten werden sollen.

          Kim Björn Becker
          Redakteur in der Politik.

          Das Vorgehen ähnelt dem Beginn der Impfkampagne im Dezember und Januar. Zunächst sollen jene einen sogenannten Booster bekommen, die bei einer Ansteckung ohne hinreichenden Impfschutz ein hohes Risiko für einen schwereren Krankheitsverlauf haben. Anders als vor einem Dreivierteljahr herrscht nun immerhin kein Mangel an Impfstoff, wie die Regierung beteuert. Bei den anstehenden Auffrischungsimpfungen sollte es also ohne Verteilungskämpfe gehen. Und ohne die bohrende Frage, wer in dieser Krise für wen zurückstecken muss.

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