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Umfrage : Drei Viertel der Deutschen wollen an Schulnoten festhalten

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Bremsen oder steigern Noten den Lernwillen? Eine Mehrheit der Deutschen hat eine klare Meinung dazu. Bild: dpa

Schriftliche Bewertungen statt Noten? Was Hessen auf Wunsch der Grünen plant, geht einer deutlichen Mehrheit der Deutschen zu weit. Bei CDU und Grünen wird das Thema kontrovers diskutiert.

          Eine klare Mehrheit der Deutschen will einer Umfrage zufolge an Schulnoten festzuhalten. In der Befragung des Meinungsforschungsinstituts Emnid für die „Bild am Sonntag“ sprachen sich 75 Prozent für die Beibehaltung von Zensuren aus. Nur 18 Prozent zogen eine Beurteilung in Textform vor.

          Für die Erhebung befragte Emnid am vergangenen Donnerstag 503 repräsentativ ausgewählte Bürger. Hintergrund sind Pläne im schwarz-grün-regierten Hessen, den Schulen in dem Bundesland künftig die Entscheidung zu überlassen, ob Schülern Noten oder schriftliche Bewertungen ausgestellt werden. Hessens Grüne hatten in ihrem Wahlprogramm schriftliche Bewertungen gefordert.

          Die Bildungsexpertin der Grünen-Bundestagsfraktion, Margit Stumpp, begrüßte den hessischen Vorstoß. „Eindimensionale Noten lassen keine Aussage über Potenzial oder Motivation zu“, sagte Stumpp der „Bild am Sonntag“. „Schriftliche Beurteilungen ermöglichen ein differenzierteres Bild über Leistungsstand und Entwicklung.“

          Dagegen bekannte sich Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (CDU) zum Notensystem. „Ich halte es für wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler wissen, was sie schon richtig gut können und wo sie noch mehr üben müssen“, sagte die Kieler Ministerin. „Auch für die Eltern sind Noten ein Orientierungsrahmen, den viele einfordern.“

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