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Drei Jahre nach dem Aufstand : Was aus Clausnitz geworden ist

Das Beschmierte Ortsschild von Clausnitz kurz nach der Blockade des Flüchtlingsbusses. Bild: dpa

Vor drei Jahren wurde Clausnitz weltweit bekannt, nachdem Bürger einen Bus mit Flüchtlingen darin blockiert hatten. Heute sind die Flüchtlinge weg, doch aufgearbeitet wurde in der Gemeinde nichts. Ein Besuch vor Ort.

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          Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer ist ein erklärter Fan des ländlichen Raums, und als solcher lädt ihn am Dienstagabend ein Bürger in Clausnitz ein, doch mal am Wochenende gemeinsam im Bus vom benachbarten Holzhau nach Rehefeld zu fahren und dort essen zu gehen.

          Stefan Locke
          (lock), Politik

          Auf den Bus werde man vergeblich warten, und falls man doch irgendwie ans Ziel gelangen sollte, dort auf keine Gaststätte treffen, prophezeit der sichtlich aufgebrachte Mann. Das Busnetz werde nämlich immer weiter ausgedünnt, und jüngst habe auch noch die letzte Gaststätte geschlossen. „Wir haben den Eindruck, als würden wir gar nicht mehr zu Sachsen oder Deutschland gehören“, ruft er und dann natürlich auch noch, dass er Kretschmer „diesmal zu 90 Prozent nicht wählen“ werde.

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